Im Zuge des derzeitigen Ideen-Reichtums einiger Mitglieder unserer Bundesregierung (und auch einiger Oppositions-Politiker) hat jetzt unsere Justizministerin Maria Berger mit dem Vorschlag aufhorchen lassen, die Mietbelastung aufgrund der inflationsbedingten Preissteigerungen zu verringern. Wie ich der Online-Ausgabe des Kurier entnehmen konnte, schlägt Frau Berger vor, den Betriebskostenkatalog zu durchforsten, um zum Beispiel die Grundsteuer aus diesem zu entfernen(?). Ob die Nicht-Anerkennung einiger (wahrscheinlich eher unbedeutenden) Aufwendungen als Betriebskosten wirklich eine spürbare Verringerung der Mietbelastung für den Endverbraucher bedeutet, wage ich allerdings zu bezweifeln. Im übrigen wurde ihr Vorschlag auch prompt vom Justizsprecher der ÖVP Heribert Donnerbauer abgelehnt…
publiziert von e.rottensteiner am 03. Feb. 2008.
Die Computerwelt-Online-Ausgabe erscheint seit heuer als Online-Papier der Firma One Step To Web.
Ich finde die Darstellung schlichtweg ge-ni-al, das ist das erste wirklich ausgezeichnet lesbare Bildschirm-Format, mit dem Bildschirm-Lesen Spaß macht. Die aktuelle Computerwelt-Ausgabe kann man hier lesen, bislang erschienene Ausgabe(n) findet man im Archiv.
Man kann der Redaktion der Computerwelt zu dieser Innovation nur gratulieren. Bleibt zu hoffen, dass es noch viele neue Ausgaben und in Zukunft auch ein RSS-Feed geben wird, der auf neue Online-Ausgaben aufmerksam macht…
publiziert von e.rottensteiner am 02. Feb. 2008.
23andme bietet seit 22. Jänner auch für Europa (und somit auch in Österreich) ihre Dienste an, die persönliche DNA zu ermitteln. Die relativ simple wie bestechende Vorgangsweise: Anmeldung, 23andme schickt ein Set für eine Speichelprobe zu und das Ganze wird dann retourniert. 23andme lässt dann in einem Labor die DNA auswerten und stellt die Ergebnisse auf einem Server mit sicherem Zugang zur Verfügung. Dort kann man dann seine DNA mit der anderer Probanten vergleichen oder seine Krankheits-Anfälligkeiten studieren.
Der ca. 1000$-teure Spaß der jungen aufstrebenden Biotech-Firma, deren Mitbesitzerin angeblich niemand geringerer als die Gattin des Google-Mitbegründers Sergey Brin sein soll, ist in Österreich bereits sehr umstritten und auch hinterfragbar, zumal in hierzulande vorgeschrieben ist, dass im Zuge eines derartigen Genotyping zwingend eine Beratung durch Experten erfolgen muss.
Allerdings frage ich mich generell allen Ernstes, welcher halbwegs vernünftig denkende Mensch seine DNA nach Amerika schickt, damit diese dort analysiert und auf einem Server für alle Ewigkeit gespeichert wird?
publiziert von e.rottensteiner am 01. Feb. 2008.
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