Jan 06

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Als ich vor kurzem einer Bekannten helfen sollte, die Kreditkarten-Daten aus ihrem Google-Account zu entfernen staunte ich nicht schlecht. Unmittelbar nach dem Einkauf im Google-Play-Store waren wir unmittelbar an jenem Link, an dem sich die Kreditkarte entfernen ließ. Einige Tage später konnten wir diesen Link nach dem Einloggen auf der Google-Seite einfach nicht mehr finden. Unglaublich, aber klug – der Ort zum Entfernen der Kreditkartendaten ist wirklich gut versteckt, hier der direkte Link (den wir dann auch nur mit der Google-Suche ;-) gefunden haben): https://wallet.google.com/manage/#paymentMethods:

publiziert von e.rottensteiner am 06. Jan. 2014.

Jan 03

image Die futurezone berichtet in ihrer gestrigen Online-Ausgabe ausführlich über die neue Möglichkeit, QR-Codes mit den Zahlungsinformationen auf den Rechnungen anzudrucken. Damit ist ein Erlagschein – richtig müsste es natürlich heißen "die Zahlungsanweisung" – obsolet.

Funktioniert im Prinzip ganz einfach: Durch das Scannen des QR-Codes auf einer Rechnung können die Anweisungsdaten automatisch übernommen werden. Einerseits bei den Selbstbedienungsautomaten die in den Bank-Foyers herumstehen, andererseits aber auch mit der Banking-App, in die der QR-Code eingescannt wird und die Anweisung dann sofort in die Telebanking-App übernommen werden kann.

Was der Artikel nicht thematisiert sei hier noch ergänzend erwähnt:

"Handybanking" ist ja grundsätzlich eine gute Sache, doch in vielen Kreisen verpönt – siehe z.B. auch dieser aktuelle Artikel in der Frankfurter Allgemeinen. Ich für meinen Teil würde niemals meine Banküberweisungen per App tätigen, der Grund dafür ist ein ganz einfacher: mangelnde Sicherheit (keine Zwei-Weg-Sicherheit wie im klassischen Telebanking mit eTANs).

Daher wäre eigentlich diese QR-Geschichte keine wirkliche Erfolgsgeschichte, wenn es nicht auch bei bestimmten Banken (und dazu zählt eben die im Artikel genannte Erste Bank) möglich wäre, die Netbanking-App (welche man ja aus Sicherheitsgründen auf 0 Euro Überweisungslimit begrenzen kann) ausschließlich dafür nutzen könnte um die Anweisung "einzuscannen" und dann online über sein klassiches Telebanking-Verfahren freizugeben und anzuweisen. Das kann derzeit lt. meinem Wissensstand nur die Erste Bank/Sparkassen und scheint derzeit ein Alleinstellungsmerkmal zu sein. Ich finde das super!

Übrigens, neben A1 und "anderen Konzernen" – wie futurezone berichtet – können auch alle Immobilien- und Hausverwaltungen die auf domizil+ setzen schon seit geraumer Zeit diesen QR-Code für ihre Kunden andrucken…

publiziert von e.rottensteiner am 03. Jan. 2014.

Nov 04

image Heute titeln die Nachrichten ganz groß dass Europa den Plastiksackerln an den Kragen gehen will – also einer Kampfansage an die Plastiktüte. Diese sollen schrittweise reduziert werden bis es schlussendlich keine Sackerl aus Plastik mehr geben soll. In der ganzen EU – Punkt. Im ORF-TV sah man zu diesen Zeilen sogar viele viele Plastiksackerl im Meer herumschwimmen – sollte man sich nicht eher Gedanken um die richtige Entsorgung von Plastiksackerl in manchen Ländern machen?

Das aber wahrlich Betrübliche an der ganzen Geschichte ist jedoch, dass diese EU-Meldung die wirklich schockierende Meldung des Tages verdeckt die weit wichtiger und aufregender ist als die Plastiksackerl-Geschichte: Die Presse schreibt heute “IWF will alle Sparer enteignen”.

Was so nach einer kleinen Pressemeldung am Rande aussieht hat es in sich. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat schon Mitte Oktober einen Bericht mit der Bezeichnung “Taxing Times” veröffentlicht, in dem auf Seite 49 von einer 10%igen Zwangsabgabe auf alle privaten Spar-Vermögen die Rede ist.

Ist es jetzt wirklich nur mehr eine Frage der Zeit bis die Sparer per Zwangsenteignung zur Kasse gebeten werden? Oder geht es aus internationaler Sicht doch vehement wieder in Richtung EU-Vermögensabgabe? Nähere aktuelle Details zum Thema Zwangsenteignung und befristete Vermögensteuern sind auf Presse-Online nachzulesen.

Update 05.11.2013: Leichte Entwarnung und mehrere Dementis heute, aber trotzdem. Hier das freundliche Gesicht hinter der Zwangsabgabe (Wiener Zeitung online) und hier ein Betrag auf focus.de, in dem Notenbankchef Ewald Nowotny vor einer derartigen Abgabe warnt. Der IWF betont: “Es handelt sich nur um ein Gedankenspiel”…

publiziert von e.rottensteiner am 04. Nov. 2013.

Jun 29

Eine interessante Übersicht der Grundstückspreise im Bezirk Neunkirchen – Spitzenreiter ist Semmering mit bis zu 105€, am billigsten ist Grund in Schwarzau im Gebirge zu haben.

Altendorf 60-70€
Aspang 70€
Aspangberg-St. Peter 60-80€
Breitenau 70-75€
Breitenstein 40-50€
Buchbach 59-80€
Bürg-Vöstenhof 39-53 €
Edlitz 37-50 €
Enzenreith 57-77 €
Feistritz am Wechsel 60-65 €
Gloggnitz 60-120 €
Grafenbach-St. Valentin 60-80 €
Grimmenstein 50-65 €
Grünbach 42-57 €
Höflein 70-80 €
Kirchberg 65-75 €
Mönichkirchen 30-42 €
Natschbach-Loipersbach 81-110 €
Neunkirchen 100-120 €
Otterthal 39-52 €
Payerbach 50-70 €
Pitten 78-106 €
Prigglitz 57-78 €
Puchberg 50-68 €
Raach 47-63 €
Reichenau 60-120 €
St. Corona 45-60 €
St. Egyden 61-83 €
Scheiblingkirchen-Thernberg 44-60 €
Schottwien 40-50 €
Schrattenbach 45-61 €
Schwarzau/Steinfeld 70-80 €
Schwarzau/Gebirge 22-29 €
Seebenstein 76-103 €
Semmering 75-150 €
Ternitz 50-68 €
Thomasberg 31-43 €
Trattenbach 30-40 €
Warth 51-69 €
Wartmannstetten 60-70 €
Willendorf 60-65 €
Wimpassing 63-85 €
Würflach 63-85 €
Zöbern 40-50 €

Quelle: Gewinn

publiziert von e.rottensteiner am 29. Jun. 2013.

Apr 20

image Etwas verspätet aber doch noch: Auch heuer gibt’s hier wieder den Link zum Steuerhandbuch für 2013 des BM für Finanzen (das Steuerhandbuch ist ja heuer auf den Seiten der Finanzverwaltung nicht so einfach aufzuspüren). Ein unentbehrlicher Ratgeber für alle, die lohnsteuerpflichtige Einkünfte erzielen und Informationen über die Arbeitnehmerveranlagung 2012 benötigen. 

publiziert von e.rottensteiner am 20. Apr. 2013.

Apr 04

image Da die österreichische GmbH im verschärften Wettbewerb mit den Gesellschaftsformen anderer EU-Mitgliedstaaten steht, ist es Ziel des Gesetzgebers die österreichische GmbH für Gründer im Vergleich zu den Gesellschaftsformen anderer Mitgliedstaaten attraktiv zu halten und im Wettbewerb der europäischen Rechtsordnungen zu stärken. Es soll daher u.a. auch aus diesem Grund die Begründung einer GmbH erleichtert und verbilligt werden.

Die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Österreich erfordert derzeit einigen Aufwand. Neben dem Umstand, dass ein notarieller Gründungsakt vorgenommen werden muss (Kosten in der Höhe von 1.181,50€ gem. § 5 Abs. 8 NTG zuzüglich Veröffentlichungskosten in der Wiener Zeitung in der Höhe von 150€ gem. §12 GmbHG) ist ein Mindeststammkapital von 35.000,00€ wovon die Hälfte, also 17.500 einzubringen ist, vorgesehen.

Nun soll die Gründung einer GmbH erleichtert werden, indem durch das neue Gesellschaftsrechts-Änderungsgesetzes 2013 (GesRÄG 2013) folgende neue Bestimmungen eingeführt werden sollen.

a) das Stammkapital auf 10.000,00€ gesenkt werden soll (Barmittelaufbringung daher nur mehr 5.000€) und

b) die Gründungskosten relevant gesenkt werden sollen: Bei der Gründung einer GmbH mit dem gesetzlichen Mindeststammkapital (Notariatsakt, diverse Beglaubigungen) belaufen sich die Kosten in Zukunft auf 602,00€ (in bestimmten Fällen des §5(8) NTG nur auf 75,65€). Weiters muss die Gründung der GmbH gem. §12 GmbHG nicht mehr in der Wiener Zeitung bekannt gemacht werden.

Die Mindest-KÖSt für die GmbH sinkt durch diese vorgesehenen Änderungen daher von bisher 1.750,00€ auf 500,00€ jährlich.

Die Begutachtungsfrist des Gesetzesentwurfes endet am 22. April 2013. Sollte alles klappen, könnte das Gesetz voraussichtlich mit 1.7.2013 in Kraft treten.

Details sind auf den Seiten der Österreichischen Justiz nachzulesen.

publiziert von e.rottensteiner am 04. Apr. 2013.

Feb 23

Das Gesetz soll mit 16.3.2013 in Kraft treten, sofern es ab Ende Februar durchs Plenum geht. Es enthält einige Neuigkeiten hinsichtlich Fälligkeiten allgemein und Fälligkeit des Mietzinses:

  • Geldschuld ist am Wohnsitz oder an der Niederlassung des Gläubigers zu erfüllen – durch Geldübergabe oder Überweisung auf ein Bankkonto. Bei Überweisung muss der Geldbetrag zum Fälligkeitsdatum am Konto des Gläubigers eingetroffen sein (§907a ABGB).
  • Sonderregelung für Verbraucher: Hier genügt es, wenn die Überweisung am Tag der Fälligkeit durchgeführt wird (Zusatzregelung im &6a KSchG).
  • Der §1100 ABGB wird folgendermaßen ergänzt: “Bei der Raummiete ist der Zins monatlich, und zwar jeweils am Fünften des Monats, zu entrichten.”
  • Ebenso wird der §15 Abs. 3 des MRG folgendermaßen geändert: “Der Mieter hat den Mietzins, sofern kein späterer Zahlungstermin vereinbart ist, am Fünften eines jeden Kalendermonats im Vorhinein zu entrichten. Der Vermieter hat ihm dafür ein verkehrsübliches Bankkonto bekanntzugeben.”
  • Im neuen Abschnitt 8 des UGB werden hinsichtlich des Zahlungsverzuges folgende neue Bestimmungen aufgenommen:
    • Gesetzlicher Zinssatz bei Zahlungsverzug: 9,2% über dem Basiszinssatz nach §456 UGB
    • Die Dauer von Abnahme- und Überprüfungsverfahren wird auf höchstens 30 Tage ab Empfang der Ware bzw. der Leistung beschränkt, wobei eine längere Frist vereinbart werden kann.

publiziert von e.rottensteiner am 23. Feb. 2013.

Aug 05

Ein recht interessantes Dokument des Bundesministeriums für Finanzen erläutert die interne Organisationsstrukturen und Arbeitsläufe. Das Organisationshandbuch der Finanzverwaltung dokumentiert die Teilbereiche "Infocenter”, Allgemeinveranlagung (AV), Betriebsveranlagung Innendienst (BV-ID) und Außendienst (BV-AD), Familienlastenausgleich-Beihilfen, Mietzinsbeihilfe sowie Gebühren, Verkehrsteuern und Glücksspiel (GVG). Interessant dabei auch die Organigramme der Finanzämter – hier der Link zur PDF.

publiziert von e.rottensteiner am 05. Aug. 2012.

Jul 14

Die Statistik Austria hat ja eine Umfrage bei ca. 200.000 Beschäftigten durchgeführt um quer durch die Arbeitnehmerschaft die Brutto-Stunden-Verdienste zu ermitteln. Diese reichen von 7,89 Euro bei Beschäftigten in der Beherbergung und Gastronomie bis zu 21,33 Euro bei Beschäftigten in der Energieversorgungsbranche.
Was an der Studie wirklich interessant ist, ist der Umstand dass sich Ausbildung wie Matura oder Studium (statistisch gesehen) immer noch sehr positiv auf die Höhe des Einkommens auswirkt:
So verdienten Beschäftigte mit BHS-Matura mit 15,18 Euro um 22 Prozent mehr als Beschäftigte mit Lehrabschluss, Absolventen einer Universität oder Fachhochschule kamen auf einen Bruttoverdienst von durchschnittlich 20,45 Euro, welcher um 35 Prozent über dem von BHS-Maturanten liegt.
Die detaillierten Ergebnisse der Umfrage sind hier zu finden.

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publiziert von e.rottensteiner am 14. Jul. 2012. \\ Tags:

Feb 20

image Bei der Prüfung meiner Postings habe ich festgestellt, dass ich zu diesem Thema noch gar nichts geschrieben habe. Das möchte ich hiermit natürlich sofort nachholen, damit diese bereits für Umsätze ab dem Jahr 2002 geltende Bestimmung auch an diesem Ort hier nochmals behandelt wird.

§19 des Umsatzsteuergesetzes sagt: “Erbringt ein Unternehmer eine Bauleistung an einen anderen Unternehmer der seinerseits mit der Erbringung der Bauleistungen beauftragt ist (General- oder Subunternehmer) oder an einen Unternehmer, der üblicherweise selbst Bauleistungen erbringt, so wird die Steuer vom Empfänger der Leistung geschuldet (Reverse Charge).”

Bauleistungen sind alle Leistungen, die der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Reinigung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken dienen. Zu diesen zählt auch die Überlassung von Arbeitskräften, wenn die überlassenen Arbeitskräfte Bauleistungen erbringen. Keine Bauleistungen sind Beförderungsleistungen, ausschließlich planerische Leistungen, Vermietung von Geräten und Materiallieferungen.

Beispiel für den “General- oder Subunternehmer”-Fall: Das Unternehmen “Axxaco” beauftragt die Firma “Putz+Co” mit der Reinigung der Innenräumlichkeiten seines Firmengebäudes und Instandhaltung des Firmengeländes. Die Firma “Putz+Co” beauftragt ihrerseits die Firma “Cleanex” mit der Arbeit. In diesem Fall geht die Steuerschuld von der Firma “Cleanex” auf die Firma “Putz+Co” über.

Beispiel für den Fall, dass “üblicherweise selbst” Bauleistungen erbracht werden: Die Firma “Putz+Co” beauftragt die Firma “Cleanex” mit der Reinigung ihres eigenen Firmengebäudes (ist zwar höchst seltsam, soll aber schon passiert sein) – in diesem Fall geht die Steuerschuld ebenfalls von “Cleanex” auf “Putz+Co” über, da die Firma “Putz+Co” unabhängig von dieser Leistung üblicherweise selbst Bauleistungen erbringt.

Üblicherweise selbst Bauleistungen erbringen z.B. Bauspengler, Dachdecker, Installateure, Zimmerer, Fliesenleger, Baumeister, usw. Keine Bauleistungen erbringen jedoch Architekturbüros, Hausverwalter, etc.

In der Rechnung, die der leistende Unternehmer ausstellt, muss sowohl die UID des leistenden als auch des empfangenden Unternehmens angeführt sein. Außerdem muss auf der Rechnung ein Hinweis auf den Übergang der Steuerschuld angeführt sein. Die entsprechenden Umsätze müssen gesondert aufgezeichnet und auf der Umsatzsteuervoranmeldung ausgewiesen werden (wobei sich der Leistungsempfänger die abzuführenden Umsatzsteuer natürlich i.d.R. als Vorsteuer wieder abziehen kann).

Übrigens: domizil+ kann das (fast) vollautomatisch ;-) .

publiziert von e.rottensteiner am 20. Feb. 2012.

Jan 21

Will man etwas loswerden, ist normalerweise eBay die erste Anlaufstelle. Als Alternativen bieten sich neben anderen Versteigerungsplatformen und sonstigen Kleinanzeigen-Portalen auch Ankaufsdienste an. Diese zahlen zwar in der Regel niedrigere Preise, die Abwicklung ist jedoch zumeist wesentlich unkomplizierter und schneller. Hier eine kleine Übersicht:

Anbieter Waren Versandkosten Mindestwert pro Auftrag
amazon.de Bücher kostenlos keiner
blidad.de DVDs, Bücher, Spiele, CDs Versandkosten-erstattung keiner
buchankauf24.de Bücher kostenlos 16€
buchankauf-online.de Bücher - -
buchmaxe.de Bücher ab 15 Artikel kostenlos keiner
buecher.de Bücher, Musik, Filme, Software, Spiele, Elektronik kostenlos keiner
cashfix.de CDs, DVDs, Spiele kostenlos keiner
flip4new Elektronik kostenlos keiner
flohhaus.de Bücher, Spiele, CDs, DVDs ab 20€ keiner
Gebraucht-medien-ankauf.de Bücher, Spiele, CDs, DVDs kostenlos 20€
ichkaufealles.de Bücher, Spiele, CDs, DVDs teilweise Versandkosten-erstattung 5 Artikel, 10€
momox Bücher, Spiele, Musik, Elektronik kostenlos 10€
reBuy Bücher, Spiele, Musik, Elektronik ab 10€ kostenlos keiner
Regalfrei.de Bücher Versandkosten-zuschuss 10€
SellFix Musik-CDs, Spiele, Filme Versandkosten-erstattung 10€
WirKaufens Elektronik kostenlos keiner

publiziert von e.rottensteiner am 21. Jan. 2012.

Dez 26

imageWie jedes Jahr stellt auch heuer wieder das Bundesministerium für Finanzen das Steuerbuch 2012 mit Tipps für die Arbeitnehmerveranlagung 2011 für LohnsteuerzahlerInnen zum Download zur VErfügung. Das Handbuch ist ein ausgezeichneter Behelf zur Beantragung und Durchführung der jährlichen Arbeitnehmerveranlagung und bietet Tipps zu Sonderausgaben, Werbungskosten, außergewöhnlicher Belastung und allen sonst zum Thema passenden Bereichen. Wie jedes Jahr: empfehlenswert! Hier der Link zum Dokument. Anmerkung am Rande: Neuerdings ist es auch möglich, das gedruckte Steuerbuch kostenlos zugesandt zu bekommen, Bestellung ist hier möglich.

publiziert von e.rottensteiner am 26. Dez. 2011.

Sep 30

Der Rechnungshof überprüfte von Oktober bis Dezember 2010 die Gebarung des Bundesministeriums für Inneres (BMI) hinsichtlich des IT-Projektes PAD (Protokollier-, Anzeigen- und Datenmodul). Der Prüfungszeitraum erstreckte sich von April 2001 (Beginn des IT-Projektes) bis zur Zeit der Überprüfung durch den Rechnungshof mit dem Ziel, den Projektablauf, die technische Realisierung, die Zielerreichung und die Kosten zu prüfen.

Der “frische” Rechnungshofbericht in dieser Sache enthält erstaunliche Details. Vergabe an einen einzigen Auftraggeber, keine Marktanalyse alternativer Anbieter, Kostenabschätzungen, fehlende Kosten-Nutzen-Rechnung,…

Hier die auszugsweise einige Passagen aus dem Bericht.

[…] Für das in dem gesamten Bereich der Exekutive eingesetzte elektronische Protokollierungs– und Aktenverwaltungssystem PAD vergab das BMI zwischen 2002 und 2010 insgesamt 38 Einzelaufträge zur
Programmierung im Gesamtumfang von 3,8 Mill. EUR an ein und dasselbe Unternehmen. Die Vergaben erfolgten ohne Ausschreibung und Wettbewerb. Prüfungen der finanziellen Angemessenheit der Angebote dieses alleinigen Bieters unterblieben. Die gesamten Ausgaben für die Programmierung und Wartung der PAD–Software sowie die Beschaffung der PAD–Server beliefen sich von Projektbeginn 2001 bis Oktober 2010 — ohne die vom BMI nicht erfassten internen Personalkosten — auf rd. 7,21 Mill. EUR. Eine mehrjährige Budgetplanung sowie ein Kostencontrolling fehlten. Die operativen Ziele des IT–Projekts wurden im Wesentlichen erreicht; die IT–Applikation PAD unterstützte den Ablauf der polizeilichen Erhebungen und dessen Protokollierungen. […]

[…] Zunächst programmierte ein beauftragtes Unternehmen ein Grundmodul  mit  einem  Auftragswert  von  rd.  108.000 EUR,  das  in  der Folge durch mehrere Ausbaustufen erweitert wurde. Ein Gesamtkonzept sowie Kostenabschätzungen, Kosten–Nutzen–Betrachtungen und Abschätzungen der aufzuwendenden internen Personalkosten fehlten. Das BMI holte sowohl für diese Entwicklung (Programmierung) des Grundmoduls als auch für dessen Upgrade nur jeweils ein Angebot einer einzigen Unternehmung ein und prüfte zudem nicht dessen Preisangemessenheit.  Eine  Marktanalyse  betreffend  andere  Softwareentwicklungsunternehmen als alternative Anbieter wurde nicht vorgenommen. Nach Abschluss des Grundauftrags und dessen Upgrade (in Summe vier Einzelaufträge im Gesamtwert von rd. 0,8 Mill. EUR) erfolgte die Weiterentwicklung zwischen 2005 und 2010 im Wege von 34 Aufträgen  (im  Gesamtwert  von  rd.  3  Mill.  EUR)  an  immer  dasselbe Unternehmen. Eine Übersicht über jährlich inhaltlich und kostenmäßig bewertete Anforderungen lag nicht vor; Planungen über den jeweiligen Einzelauftrag hinaus wurden nicht erstellt. Die  Definition  der  Anforderungen  zu  den  genannten  Aufträgen erfolgte weitgehend mündlich (durch den Projektleiter bzw. das Projektteam) im Rahmen von Workshops mit dem Unternehmen. Dieses arbeitete nachfolgend entweder das Pflichtenheft aus und legte hiezu ein Angebot oder definierte die Leistungserbringung im Ange-bot selbst. Das Vergaberecht sieht hingegen vor, dass Unternehmer, die an der Erarbeitung der Ausschreibungsunterlagen beteiligt waren, von der Vergabe auszuschließen sind, sofern auf deren Beteiligung in begründeten Ausnahmefällen nicht verzichtet werden kann. Die Angebote waren überwiegend Pauschalangebote ohne weitere Aufschlüsselung des Preises.[…]

[…] Ein Gesamtkonzept einschließlich Kostenabschätzungen bzw. Kosten–Nutzen–Betrachtungen fehlte und weder eine über die Einzelaufträge hinausgehende Planung noch eine Übersicht über jährlich inhaltlich und kostenmäßig bewertete Anforderungen lagen vor. Eine Überprüfung der finanziellen Angemessenheit der Angebote des einzigen Bieters — bspw. mittels funktionaler Verfahren — erfolgte nicht. Die Aufträge zur Weiterentwicklung wurden jeweils einzeln im Ver-handlungsverfahren  mit  diesem  Bieter  vergeben.  Diese  Vorgangsweise, ein Verhandlungsverfahren mit nur einem Unternehmen, war nur  dann  zulässig,  wenn  nur  dieses  Unternehmen  die  Vorausset-zungen für die Leistungserbringung, z.B. besondere technische Fähig-keiten und Erfahrungen, erfüllte. Da die im BMI eingesetzten Softwareplattformen  aber  marktgängige  Produkte  beinhalteten,  wären nach Ansicht des RH auch andere Softwareentwicklungsunternehmen geeignet gewesen, die Leistungen zu erbringen. Dadurch fehlte sowohl der preisreduzierende Mechanismus eines zweistufigen Verhandlungsverfahrens  mit  mehreren  Bietern  als  auch  ein Vergleich unterschiedlicher technischer Lösungsansätze. Damit verzichtete das BMI darauf, das einer Ausschreibung innewohnende Potenzial — nämlich die (möglicherweise noch nicht bekannte) wirtschaftlichste Lösung zu finden — auszuschöpfen. Die ab 2006 vergaberechtlich zulässige Möglichkeit des Abschlusses eines Rahmenvertrags, um die Kontinuität der Entwicklung sicherzustellen, wurde nicht genutzt. […]

Hier der Link zum vollständigen Bericht.

publiziert von e.rottensteiner am 30. Sep. 2011.

Aug 15

image Morgen geht der Spritpreisrechner der E-Control online, wie heute das Finanzjournal.at berichtet. Durch das Inkrafttreten des Preistransparenzgesetzes bzw. der Preistransparenzverordnung müssen ab August die österreichischen Tankstellenbetreiber alle Preisänderungen melden und in die neue Preistransparenz-Datenbank eintragen.

Auf www.spritpreisrechner.at können die günstigsten Tankstellen abgefragt werden. Wie es funktioniert und ob die Information wirklich brauchbar ist, wird sich ab morgen zeigen.

publiziert von e.rottensteiner am 15. Aug. 2011.

Jul 24

Eine ganz interessante Thematik ist – wie ich meine – das Thema KESt (Kapitalertragsteuer) bei geringen Einkünften. In Österreich werden ja Kapitaleinkünfte (Sparbücher, Festgelder, Dividenden) mit einem fixen Steuersatz von 25% (der Kapitalertragsteuer) belastet und versteuert. Damit sind diese Einkünfte unabhängig von der Höhe anderer Einkunftsarten endversteuert.

Ist nun die Höhe der anderen Einkunftsarten so niedrig, dass sich mitsamt der Kapitalerträge eine geringere Steuerbelastung als die 25% einbehaltene KESt ergibt, dann macht eine Einkommensteuer-Veranlagung Sinn. Im Zuge dieses Veranlagungsverfahrens erhält man dann die zu viel bezahlte KESt rückerstattet.

Beispiel: Ein unselbständig Steuerpflichtiger mit einem Jahreseinkommen von derzeit maximal 10.900€ erhält in einem Einkommensteuer-Veranlagungsverfahren die gesamte einbehaltene KESt zurück, da sich in Summe für seine Einkünfte keine Einkommensteuer ergibt! Auch darüber hinaus muss im Einzelfall geprüft werden, bis zu welcher Einkommenshöhe sich eine KESt-Rückerstattung ergeben würde.

Wichtig zu wissen: Bei Kindern wird der Kinderabsetzbetrag (dzt. 610,80€) in die Berechnung mit-einbezogen (somit macht das Ganze nur bei Zinserträgen über dieser Grenze Sinn). Und ebenso in Fällen, in denen der Partner den Alleinverdienerabsetzbetrag in Anspruch nimmt, kann nur eine KESt-Rückerstattung erfolgen, sofern die Erträge den AVAB (dzt. 364€ ohne Kinder, 494€ f. 1 Kind, 559€ f. 2 Kinder) übersteigen.

Beispiel: Das Sparguthaben eines Kindes bringt im Jahr Zinserträge in der Höhe von 2.800€, das ergibt eine KESt von 700€. Unter Berücksichtigung des Kinderabsetzbetrages dürfte eine maximale Steuerbelastung von 610,80€ anfallen, es würde in diesem Fall also eine Steuergutschrift in der Höhe von 89,20€ entstehen. Allerdings wird dieser Fall eher nicht so häufig anzutreffen sein, da es sich bei Zinserträgen von 2.800€ im Jahr um ein Veranlagungsvolumen von über 100.000€ handeln muss…

In gewissem Rahmen besteht also die Möglichkeit, eine KESt-Besteuerung von Kapital-Einkünften im Zuge einer Einkommens-Veranlagung bei niedrigen Einkünften zu vermeiden bzw. rückerstattet zu bekommen.

publiziert von e.rottensteiner am 24. Jul. 2011.