Asyl auf Zeit

Der Asylantrag ist nun positiv erledigt und trotzdem kommt nicht richtig Freude auf. Zwiespältige Gefühle, tatenloses Zusehen, ein Schmarotzen vielleicht?

Wie weit können wir verstehen, wie es Menschen geht, die alles zurückgelassen und sich in eine neue Zukunft aufgemacht haben?

Sehr kontrovers die Kommentare und ein guter Einblick in den Alltag von Conny Bischofberger, wie es ihr mit ihrem Aboud, der seit Oktober letzten Jahres ihr Mitbewohner ist, geht. Hier geht’s zum Blogbeitrag.

Richard III kämpfte bis zum Tod

imageRichard III war der letzte englische König, der auf dem Schlachtfeld starb. Zu seinem Tod haben britische Wissenschafter neue Erkenntnisse gemacht.

Demnach wehrte er sich in seinem letzten Kampf noch schwer verletzt. Der Monarch hatte seinen Helm abgenommen oder verloren und so tödliche Kopfverletzungen erhalten.

Hier zum Nachlesen ein Beitrag der Süddeutschen Zeitung mit dem Titel “Grausamer Tod auf dem Schlachtfeld”.

Asylsuchende und das Taschengeld

Ich habe hier nochmal nachgesehen, um immer wieder mal auftauchenden Meldungen zur großzügigen finanziellen Versorgung von Asylsuchenden  zu widersprechen.

Die Grundversorgung kostet (am Beispiel des Landes Steiermark, sollte meines Wissens so ungefähr auch für Niederösterreich gelten):

  • bei Vollversorgung
    Die QuartiergeberInnen erhalten einen Tagsatz von € 19,– für Unterbringung und Verpflegung (drei Mahlzeiten am Tag).
    Die AsylwerberInnen erhalten € 40,– im Monat an Taschengeld.
  • bei Teil-Selbstversorgung
    Die QuartiergeberInnen erhalten einen Tagsatz von € 19,–. Davon zahlen sie den AsylwerberInnen pro Monat € 110,– für die Selbstverpflegung. Des weiteren werden Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel zur Verfügung gestellt.
    Die AsylwerberInnen erhalten € 40,– im Monat an Taschengeld.
  • bei Selbstversorgung
    Die QuartiergeberInnen erhalten einen Tagsatz von € 12,– für die Unterbringung.
    Die AsylwerberInnen verpflegen sich selbst und erhalten € 150,– pro Monat an Verpflegsgeld.

Falls die Unterbringung von den Betroffenen selbst organisiert wird, erhält eine Einzelperson € 120,–, eine Familie € 240,– für die Miete (pro Monat). Das Verpflegsgeld beträgt pro Person/Monat für Erwachsene € 200,–, für Minderjährige € 90,—.

Weitere Leistungen:

  • Krankenversicherung
  • Bekleidungshilfe max. € 150,–/Jahr
  • Schulbedarf max. € 200,–/Jahr
  • Fahrtkosten für den Schulbesuch

Die Kosten für die Versorgung von AsylwerberInnen werden den Ländern zu 60% vom Bund refundiert (zu 100%, wenn das Asylverfahren länger als 12 Monate dauert).

Ob möglicherweise Asylwerber zusätzliche Taschengelder (von welchen Spendenorganisationen auch immer) erhalten, ist natürlich die Frage – jedenfalls sollten dies keine öffentlichen Gelder sein.

Quellen: Land Steiermark, Land NÖ bzw. Infoblatt Flüchtlingshilfe

10 Angewohnheiten im Büro

computer-1046134_640 Hier 10 Angewohnheiten, die KollegInnen in den Wahnsinn treiben können:
1.  Zu viel Lärm. 
2.  Lügen. 
3.  Gerüche verbreiten. 
4.  Gerüchte verbreiten. 
5.  Grenzen übertreten. 
6.  Eine negative Einstellung. 
7.  Ekelschranken missachten. 
8.  Den richtigen Ton finden.
9.  Körpersprache. 
10.  A propos Aufmerksamkeit.
Hier die Details dazu…

Prohaska und die Freunde

image Die Menschen lieben ihn trotzdem – unseren „Schneckerl“ Prohaska. Auch wenn sein Leben vielleicht wirklich von einem immerwährenden Konflikt zwischen Professionalität und Freundschaft geprägt ist, den er mehr schlecht als recht und recht ungelenk bewältigt.

Das zumindest behauptet der Artikel „Nicht ohne seine Freunde“ von Gerald Grossmann auf Zeit Online: interessante Einsichten in die Handlungsweisen eines Ex-Legionärs und Einblicke, die ganz bemerkenswert sind. Nachzulesen hier

20 Jahre Webauftritt

Die EUnet GmbH als erster kommerzieller Internet-Provider in Österreich durfte bereits in den Jahren 1992 und 1993 die internationalen Leitungen von ACOnet (natürlich gegen Kostenersatz) mitbenutzen, bevor sie ihre eigene Anbindung an das EUnet-Backbone in Amsterdam verwirklichte.

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Zu dieser Zeit im Jahr 1993 war ich mit Modem (mit 9600 baud – ich glaub es war ein Elsa) und über die Telefonleitung in damals so genannten “Mailboxen” unterwegs – das waren Kommunikationsforen, großteils zeichen-orientiert und auf Wissens- und Dateiaustausch ausgerichtet.

Im Jahr 1995 habe ich mich bei CompuServe angemeldet. Auch das war eine Mailbox, in der man sich mit dem CompuServe Information Manager (CIM) bewegen konnte. Aus dieser Mailbox allerdings konnte man auch ins Internet, und das war einzigartig! Der Spaß hatte damals pro Monat 9,95$ gekostet und es waren 5 Stunden(!) inkludiert, zusätzliche Online-Stunden (bis zu 14.400 baud) haben je 2,95$ gekostet. Allerdings kam da noch die Telefongebühr dazu, hier aus der Provinz musste ich zur Wiener Einwahlnummer in die Zone 1 (bis 100km) bezahlen, das waren zu Bürostunden (8-18:00) 240 ATS (= 17,44€) bzw. am Abend und Wochenende 160,20 ATS (11,64€) pro Stunde. Ein relativ teures Vergnügen – hier überlegte man sich vorher, was man im Internet tun wollte bevor man loslegte…

Die Modems wurden immer schneller und bereits 1996 musste ein Upgrade auf ein US Robotics Sportster 14.4 erfolgen :-)

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Ja, und ungefähr in diesen Zeitrahmen fällt mein erster Webauftritt, der am 9.1.1996 online ging. Geocities.com (die gibt es leider nicht mehr) war hier einer der ersten amerikanischen großen Anbieter von kostenlosem Webspace und www.geocities.com/SiliconValley/7925 war lange Zeit mein Webauftritt.

Ich habe deshalb heute wieder in meinem Blog in der rechten Sidebar eine Archiv-Box platziert (also direkt auf der Hauptseite rechts unten), mit der man komfortabel ältere Zeitpunkte aufrufen kann. Die ersten Blogeinträge stammen ja bekanntlich aus dem November 2003 (habe dort gerade gelesen, dass damals Google seinen 5. Geburtstag feierte und ich einen Link auf einen Heise-Beitrag mit dem Titel “Wie aus einer 4-Mann-Garagenfirma in fünf Jahren ein Unternehmen mit 1000 Mitarbeitern wurde” gepostet habe. Von dort jedenfalls (siehe erster Beitrag dieses Monats) geht es zeitlich noch weiter zurück mit statischen Seiten bis ins Jahr 1998 (soweit habe ich das aufgehoben).

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Die ganz ersten Ausgaben der Webseite sind archiviert und im Beitrag Webseiten-Nostalgie verlinkt – ja, waren das noch Zeiten 😉

So – genug in der Vergangenheit geschwelgt – für viele ist das heute kein Thema mehr, der Rechner (in Form des Handys) ist stets dabei, permanente Online-Verbindung, monatlicher Traffic in der Höhe von vielen vielen Gigabites – und in den sozialen Medien präsent. Das ist heute für sehr viele ein normaler Lebensalltag geworden. Und das könnte auch der Grund sein, warum mein Blog nicht mehr so “persönlich” ist, wie er vielleicht einmal war. Aber das ist eine andere Geschichte – die erzähle ich vielleicht ein andermal.

Vielleicht in 20 Jahren :-)

Allianz-SIM

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T-Mobile bringt gemeinsam mit dem Versicherungsdienstleister Allianz die Allianz-SIM auf den Markt. Es handelt sich dabei um ein neuartiges Produkt, das einen Mobilfunkvertrag mit einer Handyversicherung kombiniert.

 
So ist im monatlichen Mobilfunkentgelt (dtz. 14,99€) eine Versicherung für Handy/Tablet gegen diverse Beschädigungen inkludiert. Was jedenfalls auffällt ist, dass es keine "versteckten" Kosten geben dürfte, d.h. kein Service-Pauschale, keine Anmeldegebühr, keine SIM-Karten-Gebühr und keine Versandkosten.

Hier gefunden.

Die Macht der Sprache zu beachten

imageist manchmal ein Kunststück – in diesem Artikel zum Thema “Lehrer kommen positiver an, wenn sie die Macht der Sprache beachten” werden einige gute Beispiele angeführt, was und wie man etwas sagen sollte und wie man es besser nicht sagt.

Sprache als Werkzeug, um Positives oder auch Negatives auszulösen – das gelingt, manchmal auch unbewusst. Über die Wörtchen “aber”, “vielleicht” und viele mehr sollte man nachdenken bevor und wann man sie benutzt.

Lesenswerter Artikel, hier der Link – dort gib’s übrigens zum Wort „ABER“ auch ein gutes Video…

Kriegstagebuch

Ich habe hier das “Kriegstagebuch eines Landsers” von Rudolf Klein gefunden, das die Unwägsamkeiten seiner Kriegszeit sehr detailgetreu erzählt. Vom Tag des Kriegsbeginn bis zur Heimkehr aus der russischen Gefangenschaft – eine Lektüre zum sinnlichen Nachdenken.

Ähnliche Tagebücher habe ich bei Josef Gratz entdeckt, dessen Erzählungen sogar mit dem Bürgerkrieg 1934 beginnen – sowie bei Franz Eschner, der noch ein paar Jahre älter war.

Gemeinsam hatten sie alle drei, dass sie aus den fürchterlichen Kriegen unversehrt zurückgekehrt waren.

Gerade heute können uns vielleicht derartige Berichte wieder ein wenig zum Nachdenken anregen, dass vor einigen Jahrzehnten Krieg direkt vor unserer Haustür stattgefunden hat.

Landeslehrer-Pensionen

Ohne hier wieder mal auf die Lehrer losgehen zu wollen – der Rechnungshof hat vor kurzem seinen Bericht zu den Landeslehrer-Pensionen veröffentlicht, hier der Link.

 

Die Kurz-Zusammenfassung:

Unter den begünstigenden Bedingungen der Hacklerregelung–ALT fanden 2008 bis 2013 rd. 72,9 % aller Ruhestandsversetzungen von Landeslehrerbeamten statt.

Für die Geburtsjahrgänge bis 1953 lag bei Beamten des Bundes, der Länder und der Landeslehrerbeamten gemäß der vom Bundesgesetzgeber 2008 verlängerten Hacklerregelung–ALT noch die Möglichkeit vor, ab Vollendung des 60. Lebensjahres ohne Abschläge von der Höhe des Ruhegenusses in den Ruhestand versetzt zu werden.

Eine dazu vergleichbare Hacklerregelung–ALT galt auch für ASVG–Versicherte. Eine Abschätzung der Ausgaben des Bundes für die 2008 bis 2013 insgesamt 12.440 vorzeitigen Ruhestandsversetzungen der Landeslehrerbeamten und Bundeslehrerbeamten nach der Hacklerregelung–ALT ergab auf Gesamtpensionsdauer — gegenüber einer Ruhestandsversetzung mit dem für die Alterspension erforderlichen Pensionsantrittsalter von 65 Jahren — geschätzte Mehrausgaben von über 2 Mrd. EUR (Geld- wert 2006; beispielhafter Gehaltsverlauf Maturant Verwendungsgruppe A2/2).

Die überwiegende Inanspruchnahme der Hacklerregelung–ALT (Ruhestandsversetzung ab dem vollendeten 60. Lebensjahr) ergab in Verbindung mit den krankheitsbedingten Ruhestandsversetzungen ein resultierendes durchschnittliches Pensionsantrittsalter der Landeslehrerbeamten im Zeitraum 2008 bis 2013 von lediglich 59,6 Jahren. Pensionsantrittsarten mit einem höheren Pensionsalter, beispielsweise der Korridor ab dem 62. Lebensjahr oder das gesetzliche Pensionsalter, wurden von den Landeslehrerbeamten hingegen nahezu nicht in Anspruch genommen.
Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter der Bundeslehrerbeamten belief sich im Zeitraum 2008 bis 2013 auf durchschnittlich 61,2 Jahre, weil die Ruhestandsversetzungen der Bundeslehrerbeamten zu 16,6 % mit dem gesetzlichen Pensionsalter (Alterspension ab 65 Jahre oder Regelpensionsalter hier im Übergangszeitraum ab 63 Jahre) und zu 13,3 % mit der Korridorregelung (ab 62 Jahre) erfolgten.

Es gilt das Grundgesetz

image In der Frankfurter Allgemeinen habe ich vor kurzem einen guten Artikel zur Flüchtlingskrise gelesen der thematisiert, dass das Grundgesetz in Deutschland über der Bibel oder dem Koran steht. Vor allem Deutschland hat die Türen weit für Flüchtlinge geöffnet und nimmt auch jetzt noch täglich Tausende von ihnen auf. Was jedenfalls noch bevorsteht ist, diesen Menschen die Regeln und Grundsätze eines demokratischen Staates darzulegen, sie mit den Spielregeln vertraut zu machen und sie davon zu überzeugen, dass diese Werte nicht verhandelbar sind.

Ein ausgezeichneter lesenswerter Artikel, der wohl vollinhaltlich auch für Österreich gilt.

Kalab, Bild der Woche und Bundesheer

Die Links der Woche:

Heimat ohne Hass – die faszinierende Welt des Wiener FPÖ-Bezirksrats Walter Kalab und seine Abneigung gegenüber Ausländern, Flüchtlingen, politisch Andersdenkenden etc. etc. – ein bemerkenswerter Artikel mit ebenso bemerkenswerter Information.

image Ein Bild machte die Runde – hier zum Merken die Verlinkung: Ein Kind aus Syrien kommt in Passau an. Es muss auf seine Registrierung warten und malt ein Bild – das sprachlos macht. Hier der Artikel der Süddeutschen Zeitung dazu.

Und zum Schluss noch was zum Schmunzeln: Die “Tagespresse” zieht das Bundesheer wieder mal durch den Sumpf – lesen Sie hier den Artikel mit dem Titel “Rührend: Flüchtlinge versorgen verarmtes Bundesheer mit Kleidung und Essen”. Ist zwar irgendwie grenzwertig, aber doch irgendwie belustigend und gut gemacht.

Meine Oma – der Flüchtling

Heute abend fand ja in Wien der Gedenk-Gottesdienst für die ums Leben gekommenen 71 Flüchtlinge im Burgenland statt – gleich nachher dann eine Demo gegen unmenschlichen Umgang mit Flüchtlingen mit 20.000 Teilnehmern. Und am Wiener Westbahnhof sind hunderte Flüchtlinge angekommen die zuvor an der ungarischen Grenze festgesteckt waren (und die teilweise nach Deutschland weiterreisen möchten). Die Hilfsorganisationen – an der Spitze das Rote Kreuz – aber auch viele Freiwillige sind dabei, zu helfen. Auch jetzt noch – während ich dieses Posting verfasse – wird noch fleißig gearbeitet und beispielsweise dringend nach Dolmetschern (Farsi/Arabisch) gesucht.

Welche Dimensionen allerdings in der Meinungsvielfalt diese Flüchtlingsströme auslösen sind unabsehbar – wenn ich mir so die Kommentare des aktuellen Artikels zum Thema auf krone.at ansehe, dann habe ich den Eindruck, dass sich unser ganze Fortschritt der letzten Jahrzehnte offensichtlich nur auf technische Dinge beschränkt – die Menschlichkeit ist offensichtlich immer noch unterentwickelt und hat sich in diesem Zeitraum anscheinend nicht weiterentwickelt.

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Passend zum Thema und als Anregung zum Nachdenken habe ich heute in der Süddeutschen Zeitung einen Artikel gefunden, der anhand von sechs Einzelfällen schildert, dass viele unserer Vorfahren auch Flüchtlinge waren. Die sechs Personen erzählen, wie es ihnen damals ergangen ist, dass auch sie plötzlich nichts mehr hatten und auf die Hilfe wildfremder Menschen angewiesen waren. Ob es nicht heute auch vielen so geht? Titel des Beitrages: “Meine Oma, der Flüchtling”.