Okt 22

In Wiener Neustadt bin ich heute auf die ehemalige “Serbenhalle” gestoßen, die geschichtsträchtige Momente wieder aufleben lässt.

1942 wurde unter dem Decknamen “Rax-Werk Ges.m.b.H.” eine Tochtergesellschaft der Wiener Neustädter Flugzeugwerke gegründet, um kriegswichtige Rüstungsgüter herzustellen.

Um die Raxwerke möglichst schnell aufzubauen, wurde 1942 der Entschluss gefasst, eine in Kraljevo (Serbien) erbeutete, 300 Meter in der Länge und 70 Meter in der Breite messende große Montagehalle für Waggons zu demontieren und sie in Wiener Neustadt wieder aufzubauen – dadurch entstand der Name „Serbenhalle“. Sie wurde mit über 400 Güterwaggons nach Wiener Neustadt gebracht und auf dem Werksgelände wieder aufgestellt. Ein Jahr zuvor waren vor und in dieser Halle über 1700 Einwohner von Kraljevo als Racheakt für einen Partisanenanschlag von der deutschen Wehrmacht erschossen worden. Dieses Ereignis war Teil des Massakers von Kraljevo und Kragujevac. Quelle: Wikipedia

Serbenhalle1

Serbenhalle2

Diese “Serbenhalle” war zu Kriegsende eine Außenstelle des KZ Mauthausen mit bis zu 1.000 Gefangenen, die in der Rüstungsarbeit tätig waren. Wikipedia bietet zu diesem Thema einen ausgezeichneten und gut zusammenfassenden Artikel, hier ist er zu finden.

publiziert von e.rottensteiner am 22. Okt. 2011. \\ Tags: ,

Jul 21

Mistletoe Weil ich am Wochenende im aktuellen Profil eine Aufstellung der “who is who” der Ernährungstypen gelesen habe, hier wiederholt zum Merken:

Flexitarier:
Vegetarismus light: Deutlich reduzierter Fleischkonsum, zu “besonderen Anlässen” gibt es aber doch ein schönes Stück Fleisch, idealerweise aus nachhaltiger Landwirtschaft.

Pescetarier:
verzichten komplett auf Fleisch, nicht aber auf Fisch und andere tierische Produkte wie Eier, Milch und Honig.

Ovo-Lacto-Vegetarier:
Fleisch ist verboten, nicht aber Milch, Milchprodukte und Eier. Ist am weitesten verbreitet.

Ovo-Vegetarier:
Pflanzliche Ernährung, Verzicht auf Milch und Milchprodukte außer Eier.

Lacto-Vegetarier:
Pflanzliche Ernährung, Verzicht auf Eier, dafür Milch und Milchprodukte erlaubt

Veganer:
Kompletter Verzicht auf tierische Lebensmittel und Produkte (kein Fleisch, Fisch, Ei, Milch, Honig, Wolle, Leder, usw.)

Frutarier/Fruganer:
Extremer Veganismus, es werden nur Pflanzen verzehrt, bei deren Herstellung die jeweilige Pflanze nicht zerstört wird (Samen, Früchte, Nüsse). Ganz extreme Frutarier/Fruganer essen nur jene Früchte, die selbst vom Baum oder Strauch fallen.

Freeganer:
Sehr häufig (aber nicht unbedingt) Vegetarier, die sich von Überbleibseln unserer Wohlstandsgesellschaft ernähren, z.B. aus genießbaren Lebensmitteln, die Restaurants oder Supermärkte entsorgen. Fleischkonsum rechtfertigt sich dadurch, dass die Produkte ohnehin entsorgt würden und somit aus dem Angebot-/Nachfragekreislauf ausscheiden.

Manche Begriffe erinnern mich irgendwie an Dinosaurier, hier gab’s ja auch sowohl Fleisch- als auch Pflanzenfresser ;-)

publiziert von e.rottensteiner am 21. Jul. 2011.

Jun 27

Als Hedging bezeichnet man die Absicherung einer bestehenden Veranlagung über den Abschluss einer sich gegengleich entwickelnden Position. Sehr häufig werden für diese Zwecke Derivate eingesetzt. Durch ein perfektes Hedging verändert sich der Gesamtwert von Grundgeschäft und Absicherung gemeinsam nicht mehr, das Risiko aus der Position wird Null. Quelle: Rechnungshof

publiziert von e.rottensteiner am 27. Jun. 2010. \\ Tags:

Jun 14

image Hedgefonds sind große, unregulierte Fonds, denen ein weitgehend uneingeschränktes Anlageuniversum zur Verfügung steht. Sie können sowohl Kauf- als auch Verkaufpositionen in nahezu allen Anlageklassen (Assetklassen) wie z.B. in Aktien, Anleihen, Rohstoffen, Währungen und Immobilien eingehen. Das Management der Fonds hat in der Regel über hohe Errfolgsbeteiligungen in der Größenordnung von 20% starke Anreize, eine gute Performance zu erreichen. Quelle: Rechnungshof

publiziert von e.rottensteiner am 14. Jun. 2010. \\ Tags:

Jun 04

CDO zählen zu den derivativen Finanzinstrumenten. Sie bestehen aus einem Portfolio aus festverzinslichen Wertpapieren und Kreditderivaten. Diese werden in drei Tranchen mit sinkendem Rating aufgeteilt: Senior Tranche, Mezzanine Tranche und Qeuity Tranche. Das Ausfallrisiko steigt – aufgrund der nachrangigen Bedienung im Fall eines Ausfalls – mit sinkendem Rating. Daher bietet die riskanteste Tranche, die Equity Tranche, als Ausgleich die höchste Prämienzahlung für den Käufer. CDO sind ein wichtiges Refinanzierungsmittel für Banken auf dem Kapitalmarkt.

Der Käufer eines solchen Wertpapiers erhält eine Prämie und verpflichtet sich im Gegenzug, dem Verkäufer die aus diesem Wertpapier entstehenden Versluste nach Maßgabe seiner Tranche abzudecken.

Vom Risikoprofil her gesehen sind CDO sogenannte “gehebelte” Investments. Der Hebel bewirkt, dass unter Umständen bereits geringe Verluste im Gesamtportfolio des CDO ab einer bestimmten Schwelle sehr schnell zu einem Totalausfall einer einzelnen CDO-Tranche führen können. Damit kann der Käufer dieser Tranche gezwungen sein, dem Verkäufer das gesamte Nominale des erworbenen Finanzinstruments zu ersetzen. Der dadurch entstandene Verlust kann die vereinnahmten Prämien um ein Vielfaches übersteigen.

Quelle: Rechnungshof

publiziert von e.rottensteiner am 04. Jun. 2010. \\ Tags:

Mai 26

Ist die Verteilung der veranlagten Mittel, der Assets, auf die verschiedenen Veranlagungsinstrumente bzw. Assetklassen wie z.B. Aktien, Anleihen und alternative Investments. Quelle: Rechnungshof

publiziert von e.rottensteiner am 26. Mai. 2010. \\ Tags:

Mai 22

Asset Manager sind Vermögensverwalter, die einen Vertrag mit einem oder mehreren Anlegern haben und innerhalb von Anlagerichtlinien nach eigenem Ermessen deren Vermögen managen. Asset Manager sind klassischerweise in Banken oder Fondsgesellschaften tätig, aber auch in Immobilienunternehmen, Versorgungseinrichtungen, Versicherungen und Asset Managementfirmen. Quelle: Rechnungshof

publiziert von e.rottensteiner am 22. Mai. 2010. \\ Tags:

Mai 15

Ein forderungsbesichertes Wertpapier (asset-backed security, kurz ABS) ist ein verzinsliches Wertpapier, welches Zahlungsansprüche gegen eine Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle, kurs SPV) zum Gegenstand hat. Dabei verwendet die Zweckgesellschaft die Mittel ausschließlich zum Erwerb von Forderungen meist mehrerer Gläubiger und verbrieft diese zu einem Wertpapier. Die Zahlungsansprüche werden durch den Bestand an Forderungen (assets) gedeckt (backed), die auf die Zweckgesellschaft übertragen werden. Forderungsverkäufer in einer solchen Transaktion sind in der Regel Banken, die so Teile ihrer Kreditforderungen handelbar machen, um sich Liquidität zu verschaffen. Quelle: Rechnungshof

publiziert von e.rottensteiner am 15. Mai. 2010. \\ Tags:

Mai 11

Als ich vor kurzem den Rechnungshofbericht zur Überprüfung des Veranlagungsmanagements des Landes NÖ (bezüglich Verwertung der WBF-Darlehen und Verkauf der Beteiligungen des Landes an die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH) überflogen habe – Kommentare dazu will ich an dieser Stelle nicht abgeben, es fehlt mir dazu vor allem auch unter Einbeziehung der ausführlichen Stellungnahme des Landes NÖ der zur Beurteilung tiefergehende Einblick – habe ich gemerkt, dass der Bericht eine Reihe ausgezeichneter Begriffsdefinitionen enthält. Ich möchte daher an dieser Stelle eine kleine Serie unter dem Titel “Börsen-Wissen” starten und in lockerer Abfolge hin und wieder einige Informationen zu Begriffem aus der Finanzwelt an dieser Stelle bringen. Heute der erste Teil zum Thema “Alternative Investments”.

Alternative Investments ist eine gängige Bezeichnung für Investments außerhalb der Kategorien von Aktien, Staatsanleihen und anderen erstklassigen Schulden. Investoren wenden sich solchen Investments verstärkt in Zeiten schlechter Performance bei Aktien und Anleihen zu.

Quelle: Rechnungshof

 

publiziert von e.rottensteiner am 11. Mai. 2010. \\ Tags:

Sep 30

image Wieder mal durch einen Newsletter von Hans Peter Zimmermann inspiriert möchte ich heute auf ein ausgezeichnetes Video von BR Alpha verweisen, das das Thema “Geist und Gehirn – Lernen im Schlaf” trägt. Ich habe mittlerweile schon eine Menge über Schlaf, Schlafphasen und die Aktivitäten des Gehirns beim Schlafen gelesen, aber so plastisch und anschaulich wie Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer das Thema aufbereitet, habe ich das noch nicht erlebt. Während wir schlafen, ist unser Gehirn äußerst aktiv. Was es macht und wozu – das kann man in diesem hervorragenden Beitrag in gut 13 Minuten erfahren…
Hier ist übrigens der Link zur Videothek von BR Alpha mit allen bisher erschienenen Sendungen zu diesem Thema (in der fast alle Beiträge den gleichen Informationswert haben!).

publiziert von e.rottensteiner am 30. Sep. 2009.

Feb 09

image ANNO ist der virtuelle Zeitungslesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek und unter anno.onb.ac.at zu erreichen. Auf ANNO kann in digitalisierten archivierten österreichischen Zeitungen und Zeitschriften online gelesen werden. Das Material wird so nach und nach mehr, per Jänner 2009 ist z.B. das Jahr 1938 mit den Ausgaben von der Jüdischen Presse, Welt Blatt, Volks-Zeitung und Wiener neueste Nachrichten online. Zu bemerken wäre, dass die Informationen derzeit über eine Zeitspanne für die Jahre 1716-1938 vorhanden sind.

publiziert von e.rottensteiner am 09. Feb. 2009.

Sep 16

Das große “ß” ist nun neuerdings auch als Großbuchstabe im internationalen Zeichensatz ISO-10646 und Unicode 5.1 verankert. Das Groteske an der ganzen Sache allerdings ist, dass die deutschen Rechtschreibregeln davon nicht betroffen sind, denn diese Änderung ist nicht Bestandteil der amtlichen Rechtschreibung. So bestimmen diese, dass in der Großschreibung ein scharfes ß weiterhin mit “SS” dargestellt werden muss. Somit bleibt weiterhin ungeklärt, was z.B. mit “DIE MASSE EINES MODELS” gemeint ist (und da gäbe es viele Beispiele mehr…). Obwohl hier nun eine gewisse Diskrepanz vorliegt, wollen die internationalen Gremien an den bestehenden Regeln nichts ändern – “Die Menschen werden entscheiden, ob sie es verwenden”, meint dazu die Geschäftsführerin des Rats der deutschen Rechtschreibung, Kerstin Güthert – und ich würde (wenn ich Gery Keßler hieße) ebenfalls das neue große “ß” verwenden…

Quelle: Die Presse

publiziert von e.rottensteiner am 16. Sep. 2008.

Aug 24

image Ich persönlich bin zwar kein Fan des Hybrid-Antriebes, mir wäre reiner Elektro-Antrieb lieber. Nichtsdestotrotz ist vor allem Toyota am Gebiet der alternativen Antriebsforschung führend, und so erstaunt auch nicht, dass Toyota 2010 die ersten Fahrzeuge mit Plug-In-Hybridantrieb und Lithium-Ionen-Akkus auf den Markt bringen will. “Plug-In” steht für die Möglichkeit, die Fahrzeug-Akkus auch per Steckdose aufzuladen. Gemeinsam mit dem Elektronikkonzern Matsushita werden derzeit die Möglichkeiten zur Serienfertigung derartiger Akkus untersucht. Angeblich will Toyota in Hinkunft in jeder neuen Modell-Baureihe mindestens ein Modell mit Hybridantrieb anbieten.

Auf dem Genfer Automobilsalon 2008 stellte Toyota übrigens die neue Studio des 1/X vor, der durch seine Umweltverträglichkeit und Leichtbauweise besticht. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 2,17 Liter pro 100 km (rund die Hälfte des Prius) und des Plug-In-Hybridantriebes (innerstädtisch könnte der Antrieb zum Beispiel ausschließlich mit Elektroenergie aus den Akkus erfolgen) wäre mit diesem Fahrzeug eine äußerst energieschonende Fortbewegung zu erzielen. “Wäre” deshalb, weil es sich leider nur um eine Studie handelt. Aber trotzdem bleibt die Hoffnung, dass sich hier in 1-2 Jahren einiges bewegen wird…

Quelle: Automobilsport.com, Autosieger.de

publiziert von e.rottensteiner am 24. Aug. 2008.

Aug 02

image Eine ganz ausgezeichnete Quelle um Autokennzeichen nachzuschlagen, ist die Webseite meines Namensvetters Peter Rottensteiner. Eigentlich bin ich auf diese beim Suchen nach meinem Namen gestoßen und habe dann einige Zeit damit verbracht, mich durch Peters Fahrrad-Reiseberichte zu lesen – speziell jene über die Ostländer sind spannend und sehr interessant.

publiziert von e.rottensteiner am 02. Aug. 2008.

Jul 30

Der Autobauer Chrysler präsentierte auf der NAIAS 2008 drei Concept-Cars mit Elektro-Antrieb.

image Der Concept Car Chrysler ecoVoyager ist mit Lithium-Ionen-Batterien ausgestattet und hat eine Reichweite von ca. 70 Kilometern. Der Elektromotor mit einer Leistung von 200 kW (268 PS) beschleunigt in weniger als neun Sekunden auf 100 km/h. Die Bremsenergie wird wiederverwertet und als Energie in die Batterien rückgeführt. Besonderheit: Zusätzlich wird als Antriebsform in diesem Fahrzeug eine kleine Wasserstoff-Brennstoffzelle verbaut, die die Gesamtreichweite auf ca. 480 Kilometer erhöht.

Der Concept Car Jeep Renegade ist von den technischen Leistungen mit dem ecoVoyager zu vergleichen, allerdings ist statt der Brennstoffzelle ein Bluetec-Dieselaggregat an Bord, der Verbrauch entspricht ca. 2,1 Litern pro 100 km.

Der Concept Car Dodge ZEO als dritter im Bunde ist ein viersitziger (und viertüriger) Sportwagen mit reinem Elektroantrieb aus 64 kWh Lithium-Ionen-Batterien mit einer Reichweite von ca. 400 Kilometern. Die Leistungsdaten ähneln jenen des ecoVoayger.

Link: Autosieger.de

publiziert von e.rottensteiner am 30. Jul. 2008.