Structured Investment Vehicle – so genannte SIV – sind Gesellschaften, die in Form eines offenen Fonds hauptsächlich längerfristig laufende Unternehmensanleihen und strukturierte Kredite erwerben und diese überwiegend kurzfristig refinanzieren. Durch die überwiegend kurzfristige Refinanzierung der langfristig laufenden Assets unterliegen SIV im Falle von Krisen einem hohen Refinanzierungsrisiko.
Quelle: Rechnungshof
publiziert von e.rottensteiner am 09. Aug. 2010.
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Unter Rebalancing wird die Wiederherstellung einer ursprünglichen Gewichtung durch ein antizyklisches Anpassen der einzelnen Assetklassen verstanden.
Quelle: Rechnungshof
publiziert von e.rottensteiner am 31. Jul. 2010.
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Der Begriff Long/Short-Equity-Hedgefonds bezeichnet eine spezielle Art von Hedgefonds, die sich auf das Eingehen von Kauf- und Verkaufspositionen in Aktien konzentriert. Durch geschicktes Management können dabei sowohl Kursanstiege als auch Kursverluste bei Aktien gewinnbringend genutzt werden.
Performance bezeichnet die im Rahmen der Veranlagung erreichte Verzinsung des veranlagten Kapitals in Prozent.
Quelle: Rechnungshof
publiziert von e.rottensteiner am 24. Jul. 2010.
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Leerverkauf (engl. Short selling) bedeutet den Verkauf eines Finanzinstruments, das der Verkäufer zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht besitzt. Durch den späteren Kauf desselben Finanzinstruments wird die damit eingegangene Verkaufsposition wieder geschlossen. Ist der spätere Kaufkurs höher als der ursprüngliche Verkaufskurs, entsteht dem Verkäufer dadurch ein Verlust. Ist er niedriger, ergibt sich für den Leerverkäufer ein Gewinn. Um sicherzustellen, dass der Leerverkäufer zu einem späteren Zeitpunkt in der Lage ist, das leerverkaufte Finanzinstrument wieder zu kaufen muss er eine bestimmte Marge als Sicherheit hinterlegen. Leerverkäufe können in Gewinnerzielungsabsicht oder zur Absicherung bestehender Positionen gegen Kursverluste eingesetzt werden.
Quelle: Rechnungshof
publiziert von e.rottensteiner am 08. Jul. 2010.
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Als Hedging bezeichnet man die Absicherung einer bestehenden Veranlagung über den Abschluss einer sich gegengleich entwickelnden Position. Sehr häufig werden für diese Zwecke Derivate eingesetzt. Durch ein perfektes Hedging verändert sich der Gesamtwert von Grundgeschäft und Absicherung gemeinsam nicht mehr, das Risiko aus der Position wird Null. Quelle: Rechnungshof
publiziert von e.rottensteiner am 27. Jun. 2010.
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Hedgefonds sind große, unregulierte Fonds, denen ein weitgehend uneingeschränktes Anlageuniversum zur Verfügung steht. Sie können sowohl Kauf- als auch Verkaufpositionen in nahezu allen Anlageklassen (Assetklassen) wie z.B. in Aktien, Anleihen, Rohstoffen, Währungen und Immobilien eingehen. Das Management der Fonds hat in der Regel über hohe Errfolgsbeteiligungen in der Größenordnung von 20% starke Anreize, eine gute Performance zu erreichen. Quelle: Rechnungshof
publiziert von e.rottensteiner am 14. Jun. 2010.
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Derivate sind Wertpapiere, deren Preis von marktabhängigen Bezugsgrößen (Basiswert oder Underlying) abgeleitet wird. Basiswerte können Wertpapiere (z.B. Aktien, Anleihen), marktbezogene Referenzgrößen (Zinssätze, Indizes) oder auch andere Handelsgegenstände (Rohstoffe, Devisen) sein. Derivate können auch Basiswerte von anderen Derivaten (2. Grades) sein. Zu den verhältnismäßig jungen Risikoarten, die gleichfalls durch derivative Finanzinstrumente abgesichert werden können, gehören das Kreditrisiko sowie das Wetterrisiko. Credit Default Swaps und daraus gebildete CDO u.ä. zählen daher ebenfalls zu der Gruppe der Derivate.
Quelle: Rechnungshof
publiziert von e.rottensteiner am 12. Jun. 2010.
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CDO zählen zu den derivativen Finanzinstrumenten. Sie bestehen aus einem Portfolio aus festverzinslichen Wertpapieren und Kreditderivaten. Diese werden in drei Tranchen mit sinkendem Rating aufgeteilt: Senior Tranche, Mezzanine Tranche und Qeuity Tranche. Das Ausfallrisiko steigt – aufgrund der nachrangigen Bedienung im Fall eines Ausfalls – mit sinkendem Rating. Daher bietet die riskanteste Tranche, die Equity Tranche, als Ausgleich die höchste Prämienzahlung für den Käufer. CDO sind ein wichtiges Refinanzierungsmittel für Banken auf dem Kapitalmarkt.
Der Käufer eines solchen Wertpapiers erhält eine Prämie und verpflichtet sich im Gegenzug, dem Verkäufer die aus diesem Wertpapier entstehenden Versluste nach Maßgabe seiner Tranche abzudecken.
Vom Risikoprofil her gesehen sind CDO sogenannte “gehebelte” Investments. Der Hebel bewirkt, dass unter Umständen bereits geringe Verluste im Gesamtportfolio des CDO ab einer bestimmten Schwelle sehr schnell zu einem Totalausfall einer einzelnen CDO-Tranche führen können. Damit kann der Käufer dieser Tranche gezwungen sein, dem Verkäufer das gesamte Nominale des erworbenen Finanzinstruments zu ersetzen. Der dadurch entstandene Verlust kann die vereinnahmten Prämien um ein Vielfaches übersteigen.
Quelle: Rechnungshof
publiziert von e.rottensteiner am 04. Jun. 2010.
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Ist die Verteilung der veranlagten Mittel, der Assets, auf die verschiedenen Veranlagungsinstrumente bzw. Assetklassen wie z.B. Aktien, Anleihen und alternative Investments. Quelle: Rechnungshof
publiziert von e.rottensteiner am 26. Mai. 2010.
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Asset Manager sind Vermögensverwalter, die einen Vertrag mit einem oder mehreren Anlegern haben und innerhalb von Anlagerichtlinien nach eigenem Ermessen deren Vermögen managen. Asset Manager sind klassischerweise in Banken oder Fondsgesellschaften tätig, aber auch in Immobilienunternehmen, Versorgungseinrichtungen, Versicherungen und Asset Managementfirmen. Quelle: Rechnungshof
publiziert von e.rottensteiner am 22. Mai. 2010.
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Ein forderungsbesichertes Wertpapier (asset-backed security, kurz ABS) ist ein verzinsliches Wertpapier, welches Zahlungsansprüche gegen eine Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle, kurs SPV) zum Gegenstand hat. Dabei verwendet die Zweckgesellschaft die Mittel ausschließlich zum Erwerb von Forderungen meist mehrerer Gläubiger und verbrieft diese zu einem Wertpapier. Die Zahlungsansprüche werden durch den Bestand an Forderungen (assets) gedeckt (backed), die auf die Zweckgesellschaft übertragen werden. Forderungsverkäufer in einer solchen Transaktion sind in der Regel Banken, die so Teile ihrer Kreditforderungen handelbar machen, um sich Liquidität zu verschaffen. Quelle: Rechnungshof
publiziert von e.rottensteiner am 15. Mai. 2010.
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In der Lupe, dem Satire-Blog, gibt es eine geniale Karikatur in der in 14 Zeichnungen anschaulich die Finanzkrise für jedermann verständlich erklärt wird. Die Lektüre dessen ist äußerst empfehlenswert!
publiziert von e.rottensteiner am 13. Mai. 2010.
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Als ich vor kurzem den Rechnungshofbericht zur Überprüfung des Veranlagungsmanagements des Landes NÖ (bezüglich Verwertung der WBF-Darlehen und Verkauf der Beteiligungen des Landes an die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH) überflogen habe – Kommentare dazu will ich an dieser Stelle nicht abgeben, es fehlt mir dazu vor allem auch unter Einbeziehung der ausführlichen Stellungnahme des Landes NÖ der zur Beurteilung tiefergehende Einblick – habe ich gemerkt, dass der Bericht eine Reihe ausgezeichneter Begriffsdefinitionen enthält. Ich möchte daher an dieser Stelle eine kleine Serie unter dem Titel “Börsen-Wissen” starten und in lockerer Abfolge hin und wieder einige Informationen zu Begriffem aus der Finanzwelt an dieser Stelle bringen. Heute der erste Teil zum Thema “Alternative Investments”.
Alternative Investments ist eine gängige Bezeichnung für Investments außerhalb der Kategorien von Aktien, Staatsanleihen und anderen erstklassigen Schulden. Investoren wenden sich solchen Investments verstärkt in Zeiten schlechter Performance bei Aktien und Anleihen zu.
Quelle: Rechnungshof
publiziert von e.rottensteiner am 11. Mai. 2010.
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