AMA Agrar Markt Austria

Von | 17. April 2022

imageDie AMA (Agrar Markt Austria) bietet seit Kurzem ein Dashboard für Marktdaten und Flächenauswertung, in dem detailliert historische und aktuelle Agrardaten abgefragt werden können. Hier auch in PDF-Form visualisiert.

Interessante Daten – vor allem in der aktuellen Situation steigender Lebensmittelpreise…

Ökosoziale Steuerreform Vol. 1

Von | 11. April 2022

Erster Teil – die Einkommensteuer

Senkung der Tarifstufen

In einem weiteren Schritt werden nun die zweite und dritte Tarifstufe gesenkt – die volle Entlastung wird aber erst ab dem Jahr 2024 erreicht werden.:

  • ab 1.7.2022 Senkung der 2. Tarifstufe (Einkommensteile über 18.000 EUR bis 31.000 EUR) von 35% auf 30%
  • ab 1.7.2023 Senkung der 3. Tarifstufe (Einkommensteile über 31.000 EUR bis 60.000 EUR): von 42% auf 40%

Diese unterjährigen Senkungen werden jeweils durch Anwendung eines Mischsatzes umgesetzt – und zwar mit 32,5% für die zweite Tarifstufe bei Veranlagung des Kalenderjahres 2022 und mit 41% für die dritte Tarifstufe bei Veranlagung 2023. Die gleichen Mischsätze sind auch bei der Lohnsteuerberechnung anzuwenden. Wurde bei der Lohnabrechnung 2022 bis zur Kundmachung des Gesetzes am 14.2.2022 der reduzierte Tarif noch nicht angewendet, muss die Aufrollung bis spätestens 31.5.2022 durchgeführt werden.

image

Entlastung für Geringverdiener

1. Zuschlag zum Verkehrsabsetzbetrag (rückwirkend ab 2021)

Für Geringverdiener wurde der Zuschlag ab 2021 um 250,00 erhöht

2. Pensionistenabsetzbetrag (rückwirkend ab 2021)

Rückwirkend ab 2021 in der Höhe von 825,00 (statt bisher 600,00), erhöhter Pensionistenabsetzbetrag rückwirkend ab 2021 in der Höhe von 1.214,00 (statt bisher 964,00).
Weiters wurden die Einkommensgrenzen bzw. Einschleifgrenzen als Voraussetzung für die Gewährung teilweise etwas erhöht.

3. Rückerstattung von Sozialversicherungsbeiträgen – negative ESt (rückwirkend ab 2021)

im Rahmen der Veranlagung – Erstattung von 55% der SV-Beiträge, Kammerumlagen u. WBF bei Arbeitnehmern (höchstens 1.150,00) sowie von 80% der SV-Beiträge bei Pensionisten (höchstens 550,00)

4. Gutschrift von Krankenversicherungsbeiträgen

Für GSVG- und BSVG-Versichert mit niedrigem Einkommen (Beitragsgrundlage in der Krankenversicherung von nicht mehr als 2.900), Gutschrift bei unveränderter Beitragsberechnung von 6,8% der Beitragsgrundlage gestaffelt nach der monatlichen Bemessungsgrundlage zwischen 60,00 und 315,00 jährlich.

 

Familienbonus Plus

Anhebung für Kinder bis 18 Jahre ab 1.7.2022 von 125,00 auf 166,68 monatlich sowie für Kinder ab 18 Jahren von 41,68 auf 54,18 monatlich. Die Anhebung des Kindermehrbetrages (negativsteuerfähig) erfolgt bei Veranlagung 2022 von 250,00 auf 350,00 pro Kind/Jahr und bei Veranlagung 2023 auf 450,00 pro Kind/Jahr auch ohne Alleinverdiener- od. Alleinerzieherabsetzbetrag.

Thema: "Bodenhaftung"

Von | 2. April 2022

Auf den Businesscoach Dr. Hannes Sonnberger hat mich eine Kolumne im “New Business” aufmerksam gemacht. Auf seiner Webseite gibt es viel Information, lesenswert sind vor allem die News deren Aktualität zwar leider im Oktober vorigen Jahres endet, die aber dafür umso informativer sind.

Und hier der fantastische Artikel „Bodenhaftung“ – aus: New Business 3/2022

Anmerkungen, Erkenntnisse, eigene und beobachtete 
Lebenserfahrungen, sanfte Warnungen und harte 
Einsichten in meiner März-Kolumne dieses Jahres. 
Bodenhaftung. 
er sich am 15_ des Monats noch nie gefragt 
hat, Wie er/sie die Steuer überweisen soll, 
weiß nicht, was Unternehmer sein bedeutet. 
Wer nie 150 Bewerbungen rausgeschickt 
hat und auf 140 nicht einmal eine Absage erhalten hat, 
weiß nicht, Wie beschissen es ist, auf Jobsuche zu sein. 
Wer nie jemanden gekündigt hat, weiß nicht, dass so 
etwas nur ganz selten dem Rausschmeißer Genugtuung 
verschafft. 
Wer nicht weiß, Wie ein KO- 
Pierer funktioniert, sollte 
keine Assistenten haben. 
Wer noch nie von einem 
Kunden erniedrigt worden 
ist, hat keine Ahnung von 
Dienstleistung. Wer noch 
nie vom objektiv Schlech- 
teren ausgebootet worden 
ist, wird nie verstehen, was 
freier Wettbewerb bedeu- 
Wer noch nie Liebeskum- 
mer hatte, Wird die Gebor- 
genheit der Loyalität nie 
endgültig zu schätzen wis- 
sen. Wer noch nie Angst 
um sein Kind hatte, wird 
Eltern-Sein nicht begreifen. 
Wer niemals in der „freien Wildbahn" gearbeitet hat, 
sollte nicht Berufspolitiker werden. Wer noch nie auf 
einen „negativen" Befund gehofft hat, kann Gesund- 
heit nicht ausreichend ermessen. Wer sich noch nie 
in einen Widersacher hineingedacht hat, weiß nicht 
einmal, wie man Toleranz richtig schreibt. Wer nie 
einsam war, geht mit Zweisamkeit fahrlässig um. Wer 
noch nie einen Kompromiss geschlossen hat, Wird das 
Gemeinsame nie über das Trennende stellen können. 
Wer keine Werte hat, dem ist nichts etwas wert. Wer 
sich am Boden nicht bewegen kann, wird niemals flie- 
gen wollen. Wer das Ziel nicht kennt, für den ist kein 
Wind der richtige 
Wer kein gutes „Warum" hat, wird ein schlimmes 
„Wie" nicht ertragen können, 
Wer den Unterschied zwischen „wichtig" und „drin- 
gend" nicht kennt, Wird 
auch den Unterschied zwi- 
schen „produktiv" und 
„beschäftigt" nicht spüren 
und immer nur beschäftigt 
sein. Wer immer nur mutig 
ist, wird nur selten tapfer 
sein können. 
Wer glaubt, dass Führen 
von Durchführen kommt, 
wird nie ein guter Anfüh- 
rer sein. Wer Delegieren 
nur als eigene Entlastung 
versteht, Wird kaum ein- 
mal die Lust am Entwi- 
ckeln junger Talente genie- 
Wer fragt, ist vielleicht drei 
Minuten lang dumm — wer 
nicht fragt, ganz sicher ein Leben lang. Wer nie sagt, 
was er wirklich will, wird immer mit dem zufrieden 
sein müssen, was er kriegt. Wer jemals versucht hat, 
eine Mücke, die auf den eigenen Hoden sitzt, zu er- 
schlagen, wird wissen, dass man Konflikte auch ohne 
Gewalt lösen kann. 
DR. HANNES SONNBERGER, DR. SONNBERGER BUSINESS COACHING 
Hannes Sonnberger war viele Jahre in führenden Positionen in Werbeagenturen tätig. Seit arbeitet er als 
zertifizierter Business-Coach mit den Führung, Konfliktmanagement, Burnout-Prophylaxe und 
Teamarbeit Aktuell erschienen: „TOOI BOX — das beinahe ultimative Universal-Handbuch für Führungskräfte".

Pomplamoose–zur Ablenkung in dieser Zeit…

Von | 25. März 2022

Ok so I think that my French brain is permanently locked in middle / high school because that’s when I was there. It’s like I can’t help myself: anytime I write in French it’s about some awkward, unrequited romance. Exibit A: “Jean-Marie” written by Pomplamoose & Ben Rose. Also, for all you Jazz nerds (woot!), that guitar riff is played by BRETT FARKAS and it’s a cover of AHMAD JAMAL’S “Patterns.” Many thanks to both of them for letting us incorporate their music into this weird French song.

An old French tune (by Georges Brassens) | Pomplamoose ft. John Schroeder – A cover of Je Me Suis Fait Tout Petit by Pomplamoose

Les Yeux Noirs (Dark Eyes) | Django Reinhardt | Pomplamoose ft. The Vignes Rooftop Revival

A cover of Taylor Swift’s „Blank Space“ by Pomplamoose.

Niederösterreich radelt

Von | 22. März 2022

Logo Österreich radeltAuch heuer wieder findet die radelt.at Fahrrad-Aktion für ganz Österreich statt. Radfahren an der frischen Luft ist bekanntlich gesund und hält fit! Und natürlich kommt auch der Umweltgedanke nicht zu kurz – so mancher Weg lässt sich unter “Rad-Einsatz” mit Verzicht aufs Auto zurücklegen.

Wie funktioniert’s? Einfach online anmelden und für deine Firma, deinen Verein oder deine Gemeinde teilnehmen! Fahrkilometer eintragen – und du bist dabei. Von Mai bis September werden unter allen Teilnehmern tolle Preise (Fahrräder und Fahrrad-Zubehör) verlost und für die aktivsten Gemeinden, Vereine und Schulen gibt es Sonderpreise.

Betriebe, Gemeinden und Vereine sowie Bildungseinrichtungen können Veranstalter bei “Niederösterreich radelt” werden, Infos auf der Veranstalter-Seite.

Jeder Kilometer zählt – hier anmelden: radelt.at

Ukrainekonflikt aktuell

Von | 13. März 2022

imageDie Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg bietet auf ihrer Webseite zum Ukraine-Konflikt eine ausgezeichnete Wissensquelle sowohl zu den aktuellen Ereignissen als auch zur Chronik und den Hintergründen des Konflikts. Besonders hinzuweisen wäre auf die täglichen Berichte, die präzise und ausführlich die aktuelle Lage beschreiben. Weiters gibt es dort viel Information zum politischen System, der Wirtschaft und der Geschichte der Ukraine – die ja sehr wechselhaft war und nicht leicht zu begreifen ist.

Im Falter gibt es aktuell die “Ukraine-Tagebücher” vor der Paywall zu lesen – hier berichten Frauen und Männer aus der Ukraine täglich über ihren Kriegsalltag. Es handelt sich dabei wahrlich um berührende Gegenwartsberichte, die zeigen wie die Zivilbevölkerung in diesem Krieg zum Verlierer wird.

Und schließlich wurde heute bekannt, dass mit Lumen und Cogent zwei führende Transit-Carriers den russischen Markt verlassen und der Internetverkehr Russlands dadurch stark beeinträchtigt werden wird. Nähere Details dazu und die Spurensuche nach dem wirklichen „Warum“ dieser Aktion in diesem Artikel auf fm4.at.

 


Alle Artikel Ukraine-2022 | Twitter-Feed

Ende der Friedenszeiten

Von | 5. März 2022

Karel Schwarzenberg

der ehemalige tschechische Außenminister, warnte 2014 beim Surprise Factors Symposium über das Ende der Friedenszeiten in Europa. Die Mahnungen von damals bewahrheiten sich heute leider…

 

Wie verblendet

muss man eigentlich sein die Ukraine zu warnen, dass das Land seine Souveränität verlieren wird, wenn sich die Repräsentanten der Ukraine weiterhin dem militärischen Einmarsch der Russen gegensetzen? – “The current leadership needs to understand that if they continue doing what they are doing, they risk the future of Ukrainian statehood…” und – Putin droht schon wieder: Jedes Land, das sich an einer Flugverbotszone über der Ukraine beteiligen sollte, sei sofort Kriegsteilnehmer.

News/barrons.com – krone.at

Derweil kritisiert das russische Außenministerium nun mittlerweile Österreich aufgrund „einseitiger und empörender Aussagen“ zur Situation in der Ukraine. 

Hilfe läuft an…

auch bei uns – Bezirk Neunkirchen, Gebiet Schwarzatal:

Initiative der ersten 9 Gemeinden
Sachspenden-Links (aktuell) der Gemeinde Ternitz für unser Gebiet

 


Alle Artikel Ukraine-2022 | Twitter-Feed

Die Ukraine brennt

Von | 4. März 2022

Gary Kasparov: Der Preis steigt

Gary Kasparov, der einstige Schachweltmeister, ist seit einigen Jahren Oppositions- und Menschenrechtsaktivist in Russland und meint “Der Preis, einen Diktator zu stoppen steigt täglich”.

Die aktuelle Situation der Lage hat er vorhergesehen – und seine aktuelle Sicht der Dinge gibt ein beängstigendes Bild und Grund zum Nachdenken, ob die Haltung der NATO bzw. EU wirklich richtig ist. Ein bemerkenswerter Artikel von Corinna Milborn (Puls24).

 

Tschernobyl – besetzt und brandgefährlich…

Das stillgelegte Atomkraftwerk Tschernobyl, das an einer Hauptverkehrsader der Invasoren liegt, wurde von russischen Truppen besetzt. Allerdings dürfte es sich um ein kleines Pulverfass handeln – wie “Tanja W.” im Blog von Peter Pilz berichtet.

 

Brandgefährliche Waffen

Unter das Adjektiv “brandgefährlich” wäre auch einzureihen, dass Putins Truppen Waffen verwenden, deren Zerstörungskraft Nuklearwaffen schon sehr nahe kommt und die in Europa bisher noch nicht verwendet wurden. Für diesen Beitrag der Kleinen Zeitung wurde äußerst gut über Russlands thermobarische Raketenwerfer recherchiert – und hier ein Youtube-Video, dass die Zerstörungskraft dieser Waffen zeigt.

 

Die Pressefreiheit stirbt schon jetzt?

Morgen tritt in Russland ein neues Gesetz in Kraft (es wurde heute einstimmig von der Staatsduma gebilligt), das mit einer Freiheitsstrafe bis zu 15 Jahren droht, wenn absichtlich “Fake-News” über die Russischen Streitkräfte verbreitet werden. Das macht objektive Berichterstattung aus diesem Land wahrscheinlich unmöglich. Der ORF ist noch aktiver Berichterstatter aus Russland, z.B. die BBC stellt ihre Arbeit aber nun vorerst ein.

edit/21:39 – ORF holt eine ORF-Korrespondentin nach Wien zurück (in Russland bleiben vorerst Büroleiter Paul Krisai und Carola Schneider).

 

Fazit

Gibt es eigentlich keines – eine äußerst traurige aktuelle Situation. An sich nur ein paar aufgesammelte Links des Tages.

Alle Artikel Ukraine-2022

Putins historischer Fehler

Von | 25. Februar 2022

Montag 21.2.2022 – am Abend spricht Putin im russischen Staatsfernsehen, dass die Ukraine beabsichtige, Atomwaffen zu bauen und spricht dem Land seine Existenz ab – es sei eine Kolonie der USA. Er droht mit militärischem Eingreifen. Danach unterzeichnet er ein Dekret, mit dem er die beiden Seperatisten-Regionen in der Ostukraine anerkennt. Am späten Abend wird bekannt, dass Putin russische Truppen in die Ostukraine schickt, es seien “Friedenstruppen”.

Dienstag 22.2.2022 – am Abend beruft der ukrainische Präsident Selenskij Reservisten ein.

Mittwoch 23.2.2022 – in der Ukraine herrscht Ausnahmezustand

Donnerstag 24.2.2022 – Putin bestätigt die schon bestehenden Befürchtungen des Westens: “Ich habe beschlossen, eine Sonder-Militäroperation durchzuführen” und “man strebe die Entnazifizierung und Entmilitarisierung der Ukraine an”. Beginn von Raketenangriffen auf militärische Ziele in der Ukraine. Der Krieg in der Ukraine hat nach der russischen Invasion begonnen.

Freitag 25.2.2022 – Krieg in der Ukraine, Krieg in Europa. Putin spricht von “drogensüchtigen Nazi-Machthabern in der Ukraine” die es zu vernichten gilt. Anbei ein guter Kommentar aus den heutigen VN.

riedmann

President Zelenskyy’s speech to the Russian people
posted early on Feb. 24 local time with English subtitles.

Zeit Online – Der Geschichtsvollzieher

Sungha Jung–Mission Impossible

Von | 20. Februar 2022

Sungha Jung ist schon ein verrückter Typ – “Mission Impossible” auf der Gitarre in dieser Art zu arrangieren – das ist schon ein starkes Stück…

Und hier Canon Rock in der “Version 2022” von dem jungen Herrn, der schon seit Kindesalter mit der Gitarre “spielt”…

The other favorites

Von | 17. Februar 2022

imageJosh Turner und Carson McKee – das sind the other favorites!

Die beiden North Carolina-Jungs spielen immer wieder gemeinsam mit Reina del Cid – aus diesem Grund kenne ich sie schon lange Zeit. In ihrer eigenen Formation allerdings habe ich sie bis jetzt nur sporadisch gehört – was sich mit ihrem neuen Album allerdings geändert hat.

Hier einige Kostproben aus ihrem aktuellen Album Unamericana, für das sie eine Videoserie mit Live-Mitschnitten aus dem Aufnahmestudio online gestellt haben.

Joplin

Von | 23. Januar 2022

Ich habe wieder einmal einen Versuch unternommen, eine Alternative zu Evernote/Onenote zu finden die meinen Sicherheitsanforderungen an ein Notizbuch besser entspricht als diese beiden aktuellen Lösungen. Um es gleich vorwegzunehmen: Es gibt immer noch keine zufriedenstellende Lösung.

Diesmal habe ich Joplin getestet – Joplin hätte ja grundsätzlich den Vorteil, alle Notizen nur in Markdown-Auszeichnungssprache zu speichern und wäre somit sehr offen. Wenn man sich also darum kümmert, die Daten sicher in der Cloud zu deponieren hätte man das perfekte sichere – und in der Cloud verfügbare – System, zumal es Joplin Clients für alle (auch mobilen) Betriebssysteme gibt.

Auch der Umstand, dass zur Synchronisation built-in mehrere Möglichkeiten zur Verfügung stehen (u.a. Dropbox, Onedrive, Webdav…) und eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung vorhanden ist, lassen dieses Programm als wirklich erstklassig und eigentlich genial erscheinen – also auf zu einem Praxistest.

Datenimport

Als erstes habe ich – nach Installation von Joplin am Rechner – versucht, Notizen aus Onenote nach Joplin zu migrieren. Der Weg ist in der Joplin-Hilfe beschrieben, etwas steinig und muss über den Umweg über Evernote durchgeführt werden, weil Joplin nur Evernote-Dateien importieren kann. Nachdem mit der aktuellen Evernote-Version keine Onenote-Dateien mehr importiert werden können, muss dafür einer ältere Version verwendet werden:  Link – diese Evernote-Version kann parallel zu einer aktuellen Evernote-Version installiert werden und ermöglicht es, aktuell vorhandene Onenote-Notizbücher einfach mit Datei | Importieren zu laden. Nach dem Import in Evernote wieder exportieren (Format “Evernote-Enex” auswählen) und anschließend die Datei in Joplin importieren. Das zumindest funktioniert schon mal recht gut, wenngleich die Notizen in Joplin danach sehr nachbearbeitungsbedürftig sind. Ist natürlich auch dem Umstand geschuldet, dass auch Rich-Text-Notizen nun Markdown-Texte werden.

Synchronisation

Nach dem ersten Befüllen des Joplin-Notizbuches habe ich es mit der Cloud (in meinem Fall mit Onedrive) verbunden und die Verschlüsselung aktiviert (macht man alles in den Konfigurationseinstellungen).

Beim ersten Synchronisieren des Tablets habe ich es gleich mal geschafft, alle meine Testnotizen zu zerstören. Erkenntnis daraus ist (wie auch in der Hilfe nachzulesen), dass die Verschlüsselung nur nach einer strikten Vorgangsweise in Betrieb genommen werden darf: Erstens am ersten Device (am besten am PC) in der Konfiguration auf Encryption umstellen, dann mit der Cloud synchronisieren. Auf allen anderen Clients keine Konfiguration der Verschlüsselungseinstellungen vornehmen, sondern lediglich synchronisieren. Das hat dann funktioniert.

Backup

Im Zuge dieser ersten Anlaufschwierigkeiten habe ich auch festgestellt, dass es in Joplin keinen “Papierkorb” gibt, aus dem eventuell gelöschte Notizen wiederhergestellt werden können. Ich habe deshalb ein Sicherungs-Plugin installiert, mit dem es sowohl manuell als auch zeitgesteuert möglich ist, Backups für alle Eventualitäten anzulegen. Installation: Werkzeuge | Optionen | Erweiterungen | Suche | Simple Backup.

Encryption

Die Verschlüsselung funktioniert augenscheinlich zuverlässig, auf Onedrive z.B. werden alle Daten in ein eigenes Verzeichnis “Anwendungen/Joplin” abgelegt und sind (ohne Joplin-Client) nicht lesbar. Für End-to-End Encryption (v.a. in Zusammenhang mit o.a. Synchronisationsbesonderheiten) sei auf diesen Artikel verwiesen: Link

Fazit

Was allerdings als großer Negativpunkt anzuführen ist: Die Synchronisation über mehrere Devices hinweg funktioniert schon bei etwas größeren Datenmengen und drei Geräten nicht zuverlässig bzw. ist manchmal so langsam, dass es zum Verzweifeln ist. Teilweise läuft die Synchronisation minutenlang und erfolgt nicht vollständig, auf einem Device habe ich nach längerem Herumprobieren nicht geschafft, den gesamten Notizbuchinhalt synchron zu kriegen. Fazit daher: Joplin ist für mich derzeit (leider) keine Alternative.

update/31.01.2022
Habe noch einen weiteren Versuch unternommen und wieder festgestellt, dass die Synchronisierung verschlüsselter Notizen zwischen den verschiedenen Devices (PC, Android Tablet und Handy) einfach nicht immer zuverlässig und rasch funktioniert. Da hat Onenote eindeutig die Nase vorne. Übrigens: Die Übernahme der Testnotizen aus Onenote habe ich diesmal mit dem Tool „OneNote Md Exporter“ versucht, das hat teilweise ganz gut geklappt.

Landesrechnungshof NÖ

Von | 9. Januar 2022

imageDer Rechnungshof des Landes Niederösterreich ist als unabhängiges Kontrollorgan des Niederösterreichischen Landtages zuständig, die Finanzgebarung des Landes zu überprüfen.

Der Rechnungshof ist unter folgendem Webauftritt vertreten. Dort gibt es neben Informationen zur Aufgabe und der Struktur der Behörde auch eine gute Abfragemöglichkeit über die letzten durchgeführten Prüfungen, siehe Berichte.

Es sind dort sporadisch gute Informationen über Landes-Institutionen oder -Vorhaben angeführt, die vom Rechnungshof auf Richtigkeit, Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit überprüft wurden und einen guten Einblick in verschiedene manchmal nicht so sehr bekannte vom Land NÖ finanzierte Bereiche geben.

Gunhild Carling

Von | 6. Januar 2022

Eine bemerkenswerte Interpretation von Dancing Queen von Abba:
1920s Hot Jazz Cover ft. Gunhild Carling frei nach dem Motto „Dancing Queen does the Charleston!“ mit Scott Bradlee am Piano und Aaron McLendon an den Drums

Und überhaupt: Gunhild Carling ist eine äußerst außergewöhnliche Universal-Künstlerin, die den Dixie und Jazz im Blut hat – und nicht nur sie, sondern ihre ganze Familie. Ihren Youtube-Kanal (auf dem auch immer wieder Live-Acts übertragen werden), kann ich wirklich empfehlen…

Frohes Fest!

Von | 24. Dezember 2021

Hier eine kleine Geschichte von Karsten A. Kusterer (aus: e-stories.de)

Balkon mit Aussicht

Meine Mutter sagt mir immer, es sei kein schöner Ausblick von unserem kleinen Balkon auf den gemeinsamen Innenhof mit den benachbarten Häusern. Sie meint, es gäbe dort nichts Besonderes zu sehen. Und man würde auch nichts verpassen, wenn unsere Wohnung gar keinen Balkon hätte. Ich bin aber anderer Meinung. Mir gefällt unser Balkon. Sogar sehr. Denn, wenn die Sonne hoch am Himmel steht, dann schafft sie es, den Balkon mit ihrer Wärme auszufüllen. An diesen Tagen sitze ich gerne auf dem Boden des Balkons, und ich spüre die Kraft des Sonnenlichts auf meiner Haut. Ich kann dann den herrlichen Duft unserer Balkonpflanzen einatmen. Wisst ihr, wie wunderbar eine Rose duftet, wenn die Knospe gerade aufgegangen ist? Wie zart und weich die Blütenblätter sind! Und ich fühle die Freiheit der Höhe, wenn ich am Geländer stehe.

Und manchmal höre ich dann die Kinder der Nachbarschaft vom Innenhof heraufrufen: »Hallo, Lukas, kannst du uns sehen?« Ich lache dann laut und rufe zurück: »Hallo, könnt IHR mich sehen?« Sie lachen dann auch. Dienstags kommt immer die Müllabfuhr. Sie fahren mit ihrem großen Auto mit viel Lärm in den Innenhof und leeren dann die großen Sammelbehälter, die voll sind mit dem Müll der ganzen Nachbarschaft. Sie kommen immer gegen 11 Uhr und vorher hört man noch, wie viele Nachbarn noch schnell ihren Müll in die Behälter entleeren. Auch meine Mutter ist häufig spät dran. Ich weiß, dass sie jedes Mal zu mir hoch winkt, wenn sie den Müll einwirft. Nein, ich mag unseren Balkon sehr, und ich glaube, ich kann dort mehr sehen als die anderen Leute.

Heute ist aber der letzte Tag an dem mein Balkon mir so erscheint wie in den vergangenen Jahren. Und das macht mich auch etwas traurig, und ich zögere noch, die letzten Schritte hinaus zu wagen. Ab heute wird es wahrscheinlich anders werden. Heute fahren wir in das Krankenhaus. Und wenn ich in zehn Tagen wieder nach Hause komme, und die Operation an meinen Augen erfolgreich war, dann werde ich mich wieder auf meinen Balkon stellen. Und wenn die Kinder vom Hof heraufrufen, dann werde ich antworten: »Ja, ich kann euch SEHEN!« Und meiner Mutter, wenn sie zu mir herauf winkt, werde ich vom Balkon zurückwinken, und wir werden beide lachen.

Der Innenhof wird neu für mich sein, und doch auch alt, und der Ausblick auf den Innenhof wird wundervoll sein, und war es auch schon immer.

Frohe und gesegnete Weihnachten!

Die Geschichte “Balkon mit Ausblick” soll uns wieder ein wenig zum Nachdenken anregen – an jene zu denken denen es nicht so gut geht und vielleicht auch denen zu helfen, die Hilfe brauchen. Ein Danke für’s Besuchen & Mitlesen – sowie einen schönen, besinnlichen Weihnachtsgruß an alle meine LeserInnen!