Steuer-News 2020

By | 8. Dezember 2019

image Im nächsten Jahr gibt’s wieder einige Neuerungen im Steuerbereich,
hier die Punkte:

 

  • Kleinunternehmergrenze wird von 30.000€ auf 35.000€ erhöht
  • Kleinunternehmer-Pauschalierung bis 35.000€
  • Geringwertige Wirtschaftsgüter, Grenze nun 800€ (statt bisher 400€)
  • Regelbesteuerungsantrag nun auch für das vorangegangene Kalenderjahr möglich
  • Krankenversicherungsbeiträge nun 6,8% für Selbständige und Landwirte
  • Elektronische Publikationen nun mit ermäßigtem Steuersatz (10%)
  • Sozialversicherungsbonus
  • Anpassung bei NoVa
  • USt-Quick-Fixes
  • Änderung bei Eigenverbrauch Photovoltaik
  • Digitalsteuer für Online-Werbeumsätze
  • Wegfall EUSt-Freigrenze für Kleinsendungen aus Drittländern
  • Meldepflicht für elektronische Buchungsplatformen (z.B. Airbnb)
  • Unterhaltsleistungen – Karenzzeiten – Papamonat
  • Vorsteuerabzug nun auch für Elektro-Motorräder und Elektro-Mofas

Eine kompakte Zusammenfassung gibt es bei Steuerberatung Lindner&Gruber, die LBG Österreich hat ein kleines Handbuch publiziert, in dem neben den Neuerungen 2020 auch diverse Tipps zum Handlungsbedarf noch in diesem Jahr angeführt sind – hier zum Handbuch der LBG.

Hinzuweisen wäre noch auf eine wichtige Neuerung für 2020, nämlich der elektronischen Zustellung: Ab nächstes Jahr sind die Bundesbehörden nämlich verpflichtet, Zustellungen elektronisch vorzunehmen und auch aus Sicht des Steuerpflichtigen gibt es einiges zu beachten, hier die näheren Infos dazu.

Beleuchtung

By | 1. Dezember 2019

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Beim Einkaufen steht man immer wieder im Baumarkt vor einem endlos scheinenden Glühbirnen- und Lampenregal und versucht, das richtige Beleuchtungsmittel zu finden. Vor allem die Auswahl der Beleuchtungsfarbe und –intensität fällt immer schwer, da es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt.

Hier einige Beleuchtungs-Facts, die Aufklärung in die Sache bringen und die Auswahl entsprechend erleichtern sollen…

Das Tageslicht weckt uns auf, regelt das schläfrig machende Melatonin herab und regt die Bildung des „Glückshormons“ Serotonin an. Es ist wichtig, Räume gut zu beleuchten – Licht wirkt auf die menschliche Stimmung.

Energieverbrauch: wird in Watt gemessen, verbrauchsarm: Halogenleuchten, Energiesparlampen, LED-Leuchten – 1 kW = 1000W

Helligkeit: wird in Lumen gemessen, für Flur/Treppe/Wohnzimmer/Essbereich/Schlafräume: 100-150 Lumen/m2, für Küche/Bad/Arbeitszimmer ca. 250-300 Lumen/m2

Farbtemperatur: wird in Kelvin gemessen, bis 3.300 warmweißes Licht (wirkt entspannend), 3.300-5.300 neutralweißes Licht (sachlich, positives Licht), ab 5.300 tageslichtweiß (kühler, hohe Aufmerksamkeit)

Quelle: https://www.wir-leben-nachhaltig.at/aktuell/detailansicht/helligkeit-in-dunkle-wintertage-bringen/

Erdbeben 1972

By | 15. November 2019

imageSonntag 16. April 1972, zehn Minuten nach 11 Uhr: Ein Erdbeben mit der Magnitude 5,3 erschüttert den Raum Seebenstein/Niederösterreich.

Es handelt sich um das jüngste stärkere Erdbeben in Österreich und betraf den südlichen Teil des Wiener Beckens. Bis in die Bundeshauptstadt Wien waren die Folgen spürbar, zahlreiche Schornsteine stürzten ein und andere Gebäudeschäden traten auf.

Im Gebiet des Epizentrums selbst war das Ausmaß der Schäden höher – in Guntrams und Schwarzau stürzten Gebäude ein, vom Turm der Pfarrkirche Schwarzau „donnerten“ zwei schwere Eisenkreuze zu Boden.

Links und Quellen:
ZAMG und hier, sowie Meinbezirk.at und ORF.at

Elektronische Zustellung durch den Bund

By | 30. Oktober 2019

imageAb 1.12.2019 haben die Behörden des Bundes das Recht, Schriftstücke an Unternehmen nur mehr digital zuzustellen. Es müssen daher die entsprechenden Vorbereitungshandlungen gesetzt werden, sollte eine derartige Zustellform aktuell noch nicht möglich sein. Erforderlich dazu ist ein Konto beim Unternehmens-Service-Portal – am besten mit Authentifizierung per Handysignatur. Eine Ausnahme für diese Regelung gibt es übrigens für Unternehmen, die unter die Kleinunternehmer-Regelung fallen – hier gilt diese verpflichtende digitale Zustellung nicht.

Details dazu sind hier auf der Info-Seite der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzlei Sontas zu finden…

Steuerreform 2020

By | 28. September 2019

imageEinen ersten Teil der Steuerreform 2020/2023, die von der Regierung im Juli in als Initiativantrag eingebracht wurde,
hat der Nationalrat im September 2019 in Teilen nun beschlossen.

Es sind dies die Punkte:

  • Erhöhung der Kleinunternehmer-Umsatzgrenze auf € 35.000
  • Neue Kleinunternehmer-Pauschalierung bei der Einkommensteuer
  • Erhöhung der Betragsgrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter von € 400 auf € 800
  • Pflichtveranlagung beschränkt steuerpflichtiger Personen bei mehr als einem Dienstverhältnis
  • Regelbesteuerungsantrag in der Umsatzsteuer auch auf das vorangegangene Kalenderjahr
  • Senkung des Krankenversicherungsbeitrages um 0,85 Prozentpunkte auf 6,8% für Selbstständige und Landwirte
  • Senkung der Umsatzsteuer auf elektronische Publikationen auf 10%
  • Sozialversicherungsbonus: Entlastung für geringverdienende Arbeitnehmer und Pensionisten
  • Anpassungen bei KFZ-Steuern – Motorbezogene Versicherungssteuer und NoVA
  • Steuerliche Maßnahmen im Zusammenhang mit „mission 30“
  • Digitalsteuer auf Online-Werbeumsätze
  • Wegfall der Einfuhrumsatzsteuer für Importe von Kleinsendungen aus Drittländern
  • Meldepflichten für Vermittlungsplattformen wie Airbnb


Eine sehr gute Übersicht dieser Punkte findet man auf der Seite der Steuerberatung LBG Österreich.

Vertrauen in der Kundenbeziehung

By | 26. September 2019

imageAndreas Fritz schreibt in seinem Blog einen äußerst gelungenen Artikel zum Thema „Der Kunde ist nicht König“.

Klingt provokant, ist von der tatsächlichen Aussage aber tatsächlich so. Wir als Berater können uns nicht erlauben, nach dem alten Muster „Der Kunde ist König“ zu arbeiten. Sehr schnell wird unsere Arbeit dann nämlich schlecht. Denn unter dieser bedingungslosen Grundhaltung passiert es schnell, dass das Vertrauen in der Kundenbeziehung verloren geht.
Lesen Sie hier den gesamten Artikel auf beraterleben.net.

Krampfhafter Urlaubsoptimierungsdrang

By | 16. September 2019

imageZur Urlaubszeit habe ich heuer einen sehr sympathischen Artikel zum Thema gelesen. Der krampfhafte Urlaubs-Optimierungsdrang der Gesellschaft hat – und auch ich sehe das so – mittlerweile ein dramatisches Ausmaß angenommen. Unvorstellbar, im Urlaub nicht an einem der interessantesten Orte gewesen zu sein, das Interessanteste gemacht oder die interessantesten Personen getroffen zu haben – und das dann auch nicht in den sozialen Medien geteilt zu haben.

Wird der Urlaub für Viele zum Wettbewerb, entferne ich mich persönlich immer mehr von diesen Denk- und Handlungsweisen – die Gründe aufzuzählen bzw. den Hintergrund dafür zu erklären kann ich mir sparen, hat Mareike Hansen in ihrem Beitrag doch alles ausgezeichnet zusammengefasst 🙂

Gemeinnützige Bauvereinigungen Wien

By | 5. September 2019

imageDer gemeinnützige Wohnbau ist einer der Grundpfeiler des Bauwesens in Österreich. Es gibt ca. 190 gemeinnützige Bauvereinigungen mit rund 1 Mio. verwalteten Einheiten, rund ein Viertel dieser Bauvereinigungen davon in Wien. Auf der Webseite der Stadt Wien erhält man gute Informationen über die Aufsicht über gemeinnützige Bauvereinigungen, auf der man auch Einsicht in Prüfberichte, die dort auszugsweise abgelegt sind, halten kann.

Gut zu diesem Thema passend hier eine Übersicht des Verbandes der Gemeinnützigen Bauvereinigungen über ihre Mitglieder in Wien.

Scrum ist doof

By | 21. August 2019

imageEine wunderbare Fortsetzungsgeschichte von Jürgen Knuplesch habe ich auf entwickler.de gefunden. Eine – zugegeben erfundene – Geschichte in 12 Teilen, aber sehr wirklichkeitsnah. Jeder erfahrene Scrum-Master (und auch Scrum-Anwender) wird sehr viele Dinge aus der Praxis wiedererkennen: Zweifel, Fragen, Probleme – und vor allem werden sehr viele Scrum-Artefakte behandelt, aber lest selbst…

Ganz besonders möchte ich auf einige Details dieser Geschichte hinweisen, u.a. auf Moustafa und seine Geschichte in Teil 2 (hier geht’s – erraten – wieder mal um Qualität). Kapitel 4 und Nadja, auch hier gibt es sehr großen Wirklichkeitsbezug und es geht (erraten!) wieder mal um Testing und Qualität… . Kapitel 6 – Konflikte ausräumen, die Idee mit den Kudos-Karten aus Kapitel 7. In Teil 10 geht’s um Bugs (ganz interessant…) und in Teil 11 um die Vision, Scrum auch im privaten Alltag einzusetzen (schmunzel…).

Hier der Link zu dieser umfangreichen Geschichte!

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Soft-Skills wichtiger als Hard-Skills?

By | 19. August 2019

imageSind Soft-Skills heute wichtiger als Hard-Skills? Eine provokante Frage – und meine Antwort lautet eindeutig NEIN!

Aber Soft-Skills sind sicher wichtiger denn je, die Mär vom programmierenden Nerd der in Garage oder im Keller sitzt und ein milliardenschweres Programm coded ist heute Geschichte – Zusammenarbeit im Team, Gewissenhaftigkeit, Genauigkeit und Qualität sind heute wichtig.
Hier ein sehr guter Beitrag von Christoph Menzel auf entwickler.de zu diesem Thema, vor allem dazu, wie man Soft-Skills weiterentwickeln kann…

Link

Immo-ESt

By | 31. Juli 2019

imageVor kurzem bin ich mit dem Thema Immo-ESt in Berührung gekommen und habe aus diesem Anlass eine kleine Erhebung und Recherche durchgeführt, wie der aktuelle Status Quo zu dieser Thematik ist. Hier eine kurze Zusammenfassung zum aktuellen Zeitpunkt (8/2019):

Die Besteuerung von privaten Immobilienverkäufen wurde im April 2012 neu geregelt, die bis dahin geltende Spekulationsfrist wurde abgeschafft. Statt dessen unterliegt seit 2012 jeder Liegenschaftsverkauf einer Immobilienertragssteuer (Immo-ESt) in der Höhe von 30%. Bemessungsgrundlage ist der Veräußerungserlös abzüglich ev. adaptierter tatsächlicher Anschaffungskosten und sonstiger Kosten des Verkaufs bzw. etwaiger Vorsteuerberichtigungen.

In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, ob es sich um einen sog. “Altfall” oder “Neufall” handelt, denn abhängig davon ergibt sich doch eine recht unterschiedliche Steuerbelastung. Ist beim Neufall die o.a. Bemessungsgrundlage fix mit 30% zu versteuern, kann bei einem “Altfall” vom Veräußerungserlös pauschal 86% als Anschaffungskosten abgezogen werden. Der verbleibende Gewinn unterliegt dann der 30%igen Immo-ESt, wodurch sich eine effektive Steuerbelastung von 4,2% des Veräußerungserlöses ergibt.

Um einen Altfall handelt es sich dann, wenn eine Immobilie vor dem 31.3.2002 (bzw. in Ausnahmefällen vor dem 31.3.1997) angeschafft wurde – wenn also die Immobilie am 31.3.2012 infolge Ablaufs der 10- od. 15-jährigen Spekulationsfrist nicht steuerverfangen war. Werden Grundstücke verkauft, die ertragsteuerlich unentgeltlich (z.B. durch Schenkung oder Erbschaft) erworben wurden, dann werden die Besitzzeiten des Verkäufers und des/der Vorbesitzer/s zusammengerechnet – es ist dann der letzte ertragsteuerlich relevante Erwerbszeitpunkt maßgeblich.

Eine weitere Voraussetzung für diese steuerliche Behandlung als Altfall ist, dass nach dem 31.12.1987 keine Umwidmung vorgenommen wurde bzw. auch innerhalb von 5 Jahren nach Verkauf keine Umwidmung stattfindet. Im Falle einer Umwidmung darf der Veräußerungserlös nur um 40% gekürzt werden, sodass sich eine Besteuerung von 60% des Veräußerungserlöses mit der 30% Immo-ESt und somit eine tatsächliche Steuerbelastung von 18% des Verkaufserlöses ergibt. Steuerlich relevante Umwidmungen liegen dann vor, wenn diese die Bebauung eines Grundstücks erst ermöglichen. Ändert sich z.B. lediglich die Widmungskategorie (z.B. Umwidmung Mischgebiet auf Wohngebiet), dann liegt keine steuerlich wirksame Umwidmung vor.

Hinweis: Alternativ zu der 4,2%- und 18%-Regelung kann natürlich auch der Überschuss nach den ganz oben angeführten Regeln berechnet werden (Erlös abzüglich Kosten) – dies ist natürlich nur ratsam, sofern dies im eher nicht wahrscheinlichen Fall ein steuerlich günstigeres Ergebnis liefert.

Hier zum Schluss noch der Hinweis auf Veräußerungserlöse, die zur Gänze steuerfrei sind:

– Veräußerung des Hauptwohnsitzes
– selbst hergestellte Gebäude (gilt nur für den tatsächlichen Errichter, keine Übertragbarkeit auf den Rechtsnachfolger)
– behördlicher Eingriff
– Tauschvorgänge von Grundstücken


Quellen bzw. weiterführende Informationen:
BM f. Finanzen
Artikel auf Trend.at

Vienna City Marathon – ein Interview

By | 7. Juli 2019

imageEin ausgezeichnetes Interview zum Thema „Vienna City Marathon“ habe ich hier noch liegen – geführt vom Online-Standard mit dem VCM-Chef Konrad, dem Pressechef Andreas Maier und dem Geschäftsführer und Organisationsleiter Gerhard Wehr.

Das Gespräch gibt tiefe Einblicke in die Gedanken der Veranstalter und so manchen Einblick in das Drumherum zur Veranstaltung, u.a. geht’s um den Startsackerl-Kult, ums Schummeln oder auch um die immer wieder angesprochene Startblock-Problematik. Sehr lesenswert!
Hier der Artikel…

NÖ Challenge

By | 23. Juni 2019

imageHeuer veranstaltet das Sport.Land NÖ in Kooperation mit Runtastic und den beiden Gemeindeverbänden die bereits dritte Runde der NÖ-Challenge, um alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher wieder zum Sport zu bewegen.

Mit dieser Challenge soll die Begeisterung zum Bewegen geweckt werden, das wirkt sich bekanntlich positiv auf Körper und Geist aus 🙂

Die Anmeldung bzw. Teilnahme ist ab sofort unter Angabe der jeweiligen Heimatgemeinde möglich, die Gemeinden werden in bestimmte Kategorien eingereiht (0-2500 Einwohner, usw.). Die Challenge läuft von 1. Juli bis 30. September wieder über Runtastic – einfach App installieren, aktivieren und auf www.noechallenge.at anmelden. Danach Aktivitäten tracken und Minuten sammeln.

Die Teilnahme ist kostenlos und es gibt am Ende der Challenge wieder zahlreiche Preise zu gewinnen – aber darum geht’s ja wirklich nicht…

Hier noch einige Zusatzinfos zur Aktion…

dieser Beitrag ist zuerst auf www.laufundgeh.at erschienen

Wie aus Sonnenkraft Methangas wird

By | 2. Juni 2019

imageEin in Europa einzigartiges Forschungsprojekt zur unterirdischen Speicherung von Wind- und Sonnenenergie in einer ehemaligen natürlichen Erdgaslagerstätte – hier in Österreich: In Pilsbach in Oberösterreich arbeitet an einer Umsetzung dieser neuen Idee mit der Power-To-Gas Technologie, bei der der aus Wind oder Sonne gewonnene Strom in ein speicherbares Methan-Wasserstoffgemisch umgewandelt wird.

Erstmals wird eine derartige Speicherform erforscht, mit der es gelingen könnte, die Energie-Verbrauchsspitzen vernünftig abzufedern bzw. überschüssige Energie endlich in großen Mengen abzuspeichern. Vorteil dieser Speicherung in Gasform wäre außerdem die vielfältige Verwendbarkeit von Erdgas – neben der Produktionsmöglichkeit von Strom könnte es auch zum Heizen, Treibstoff für Antriebe und als Rohstoff verwendet werden. Und außerdem: die gesamte Erdgasinfrastruktur ließe sich nutzen. Ein wirklich interessantes Projekt, das man unter Beobachtung behalten sollte!

Links zum Projekt: sun-conversion, sun-storage