Erst Polizei stoppt Szenerie

By | 20. April 2019

Hab ich hier noch liegen – aus einem APA-Bericht von Anfang des Jahres…

Tengzhou (pte/18.01.2019/13:33) Weil die Mitarbeiter einer chinesischen Vertriebsfirma für Schönheitsprodukte das gesteckte Jahresziel nicht erreichten, mussten sechs weibliche Angestellte zur Strafe und Züchtigung zugleich auf allen Vieren eine Straße in Tengzhou in der ostchinesischen Provinz Shandong entlang kriechen. Die Karawane wird mutmaßlich angeführt vom Chef des Unternehmens, der stolz eine rote Fahne trägt.

Bekannt wurde der Vorfall durch Passanten, die die unwirkliche Szenerie mit dem Handy filmten und auf diverse Plattformen ins Internet stellten. Erst nachdem die örtliche Polizei gerufen wurde, fand das menschenverachtende Schauspiel mitten im Berufsverkehr ein Ende. Der Fahnenträger bekam die Anweisung, damit aufzuhören und überdies eine mündliche Verwarnung. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wurde die Firma, deren Name nicht erwähnt wird, vorübergehend geschlossen.

Menschenverachtende Strafen wie diese sind im Reich der Mitte keine Seltenheit – auch wenn sie eigentlich untersagt sind. Im Juni 2016 etwa bekamen Angestellte der Changzhi Zhangze Rural Commercial Bank in Nordchina den Hintern versohlt, wenn sie „nicht über sich hinauswachsen“. In einem Video zu erkennen waren Mitarbeiter der Bank, die einer nach dem anderen mit einem Rohrstock vom „Trainer“ verhauen werden (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20160621033 ).

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