Die aktuelle extreme sommerliche Hitze hat nicht nur Mensch und Tier belastet sondern auch wieder zu einem Großbrand im Föhrenwald bei St. Egyden in Niederösterreich (Bezirk Neunkirchen) geführt.
Gerade am Mittwoch, an dem wir in unserer Region einen historischen Temperatur-Höchstwert von über 40,1 Grad verzeichnen konnten, fing der Wald am Nachmittag Feuer und die ersten benachbarten Feuerwehren rückten sofort aus. Nachdem sich der Brand auf 100 Hektar ausgedehnt hatte, konnte der Brand in den Abendstunden mit den nachalarmierten Kräften unter Kontrolle gebracht werden, es waren mehrere hundert Feuerwehrleute und sechs Lösch-Helikopter im Dauereinsatz, weiters wurden auch zwei Katastrophenhilfsdienst-Züge und die Sonderdienste Waldbrand und Flugdienst eingesetzt. Auch in der Folge waren bis Freitag noch entsprechende Einsatzkräfte vor Ort, u.a. wurden auch noch Glutnester mittels Drohnen aufgespürt und gelöscht.
Untersuchungen bis jetzt haben ergeben, dass auch diesmal wieder das Feuer vermutlich durch Hitzeeinwirkung auf alte Munitionsteile aus dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst wurde („mit sehr großer Wahrscheinlichkeit“, so ein Polizeisprecher). In der Nähe des Brandbereiches befindet sich eine alte verfallene Munitionsfabrik und im Umfeld dieser wird es vermutlich noch einiges an altem Spreng- und Munitionsmittel unter der Erde geben (obwohl es zu Kriegsende in diesem Bereich mehrere kontrollierte Sprengungen von Munition gegeben haben soll). Phosphorhaltige Munition jedenfalls – so die Annahme – könnte sich witterungsbedingt zersetzt haben und der Phosphor dann bei Kontakt mit Luftsauerstoff in einer chemischen Selbstreaktion zur Selbstentzündung geführt haben.
Auch mehrere bisherige Brände in diesem Gebiet gehen von dieser Annahme aus. Ein Danke geht wieder einmal an die vielen freiwilligen Einsatzkräfte, die hier tagelang schier Unglaubliches leisten!

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