Stopp Corona

By | 27. März 2020

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Die App “Stopp-Corona”, die vom Roten Kreuz und der Uniqa Privatstiftung finanziert wurde, fungiert als eine Art Begegnungstagebuch, mit der schnell über Covid-19-Verdachtsfälle informiert wird, wenn man mit diesen Personen in den letzten 48 Stunden in Kontakt gekommen ist.

Mittels eines “digitalen Handshakes” wird die eigene ID mit der ID einer anderen Person ausgetauscht – also mit Menschen, mit denen man gemeinsam in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Büro, im Betrieb oder sonst wo in Kontakt kommt. Es muss allerdings aktiv der ID-Austausch über die App (von beiden Partnern) vorgenommen werden.

Damit ist es möglich, dass bei Erkrankung einer Person alle anderen Personen automatisch verständigt werden können. Wichtig ist, dass man – wenn man die gleiche Person mehrmals trifft – auch die Begegnung mehrmals aufgezeichnet werden muss, denn es zählen immer nur die in den letzten 48 Stunden aufgezeichneten Begegnungen. Familienmitglieder und Personen mit denen man zusammenlebt kann man natürlich davon ausschließen, da hier ohnehin das Kontaktverhältnis bekannt und evident ist.

Das Österreichische Forschungszentrum SBA-Research, das sich mit sicherheitstechnischen Aspekten von Software beschäftigt, hat die App in den letzten beiden Tagen überprüft und konnte der App zumindest bestätigen, in der aktuellen Version “beinahe unbedenklich” zu sein. Für den Handshake wird keine Internet-Verbindung verwendet und es werden keine Daten über das Internet übertragen, ebenso wird keine Telefonnummer an andere Teilnehmer weitergegeben. Lediglich im Falle einer Krankheitsmeldung wird die entsprechende ID auf den Server des Roten Kreuz übertragen, damit die entsprechenden Personen (ebenfalls wieder über die App) verständigt werden können.

Ich bin schon sehr neugierig, ob sich dieses Tool durchsetzen kann – ist so ungewiss wie wohl der ganze weitere Verlauf unserer Situation…

Hier zum Download der Android-Version, hier zum Download für iOS.

Nähere Informationen beim Roten Kreuz, ORF.at, futurezone.at und die Testergebnisse von SBA Research.

edit/4.4.2020: Auch epicenter.work hat sich mit der App beschäftigt und die Analyse hier gut zusammengefasst.

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