Nachdem ich gerade mit VB 2008 Express ein kleines VB6-Progrämmchen konvertieren wollte und über den Fehler „Unexpected exception occurred during upgrade engine operation: Not able to bind to the source (Exception from HRESULT: 0x8004000A (OLE_E_CANT_BINDTOSOURCE))“ gestolpert bin: Obwohl es schon einige gute Ressourcen zum Problem anderweitig gibt, hier nochmals zur schnellen und leichten Lösung des Problems: Folgende Reg-Datei mit Doppelklick in die Registry importieren, dann funktionierts prächtig…
Ernst Rottensteiner – IT, Energie, Immobilien, Musik und Outdoor
Willkommen auf meiner persönlichen Website – hier finden sich (hoffentlich) fundierte Beiträge und praktische Erfahrungen zu digitalen Technologien, Energiewirtschaft und -management, Immobilienwirtschaft, Musik sowie Wandern und Sport.
Aktuelle Beiträge
Richtwertmieten 2009
Im April 2008 wurden die Richtwertmieten um 2,2 Prozentpunkte angepasst (Regelung mit dem Mietrechtlichen Inflationslinderungsgesetz MILG), ich habe hier berichtet. Durch diese gesetzliche Regelung, wonach statt des Dezember-Verbraucherpreisindex nun der Jahresdurchschnittswert als Basis für die Berechnung dient, würde sich nun heuer eine Erhöhung von 3,2 Prozentpunkten (statt 1,3% Dezemberinflation) ergeben.
Wie jedes Jahr müsste auch heuer per 1.4. wieder vom Justizministerium nach der geltenden Rechtslage die Richtwerte an die Inflationsentwicklung angepasst werden. Für heuer hat die Justizministerin diese Woche angekündigt, dass für heuer die Valorisierung ausgesetzt werden und eine Erhöhung erst wieder im Jahr 2010 nach gleicher Berechnung erfolgen soll. Ich habe allerdings auch aus anderer Quelle erfahren, dass heuer schon auf die alte Regelung (Gültigkeit des Dezember-VPI) zurückgegriffen werden soll.
Lassen wir uns also überraschen. Jedenfalls wird auch diese Regelung zwar kurzfristige „Linderung“ bringen, das Problem der Anpassung an die Inflationsrate aber nicht lösen, zumal die nächste Erhöhung jedenfalls etwas kräftiger ausfallen wird. Unbestritten ist, dass auch Richtwertmieten den Verbraucherpreisen angepasst werden müssen, denn auch Vermieter müssen von beständigen Mieteinnahmen ausgehen können.
Degressive AfA – Konjunkturbelebungsgesetz 2009
Am 24.2. passierte nun die Regierungsvorlage für das Konjunkturbelebungsgesetz 2009 den Ministerrat.
Hier die Fakten (ich habe in meinem Beitrag „Degressive AfA ab 2009“ schon von den Eckpfeilern berichtet): Für Anschaffungs- und Herstellungskosten f. abnutzbares körperliches Anlagevermögen in den Jahren 2009 und 2010 kann im Jahr der Anschaffung oder Herstellung eine vorzeitige AfA in der Höhe von 30% vorgenommen werden.
Fällt auch die Inbetriebnahme ins selbe Jahr, umfasst der Prozentsatz auch die nach §7 EStG zustehende AfA (also die normale AfA). Die AfA nach §7 EStG und die vorzeitige AfA dürfen in Summe nicht die Anschaffungs- oder Herstellungskosten übersteigen. Von der vorzeitigen AfA sind ausgenommen: Gebäude, PKW, Luftfahrzeuge, geringwertige bzw. gebrauchte Wirtschaftsgüter, von einem unter beherrschenden Einfluss stehenden Unternehmen erworbene Wirtschaftgüter, Wirtschaftsgüter deren Herstellung od. mit deren Anschaffungschon vor dem 1.1. 2009 begonnen wurde.
KEIN Mobbing bei der Telekom
Heute kam’s über die Nachrichten: „Mobbing bei der Telekom“ – ausgelöst vom Festnetz-Finanzchef Gernot Schiezler durch ein Interview beim Capital Market Day. Auf die Frage, ob man wirklich bezahlte Mitarbeiter zu Hause sitzen lassen wolle, hat er gesagt, dass man diese zu kurzfristigen Arbeiten per Telefon vergattern will. Wenn einige dann sagen, dass sie krank sind würde man das sofort von einem Arzt prüfen lassen und wenn sie nicht krank sind, rechtliche Schritte einleiten. So könne man 2009 noch weitere „Golden-Handschake“-Agreements erzielen.
Bedauernswerter Nemsic, sich solche führende Mitarbeiter leisten zu müssen – hat er ihm doch gleich die Personalagenden entziehen müssen. Gerade für einen Personalchef wäre ein etwas feinfühligeres und vor allem der Öffentlichkeit gegenüber sensibleres Vorgehen angesagt, obwohl natürlich klar ist, dass in Zeiten wie diesen ein Krankfeiern nicht geduldet werden kann und firmeninterne Maßnahmen dagegen gesetzt werden müssen. Aber das so öffentlich zu erklären grenzt schon fast an Dilletantismus. Hier das YouTube-Video mit dem Interview (ich will ja nichts sagen – bin selbst kein guter der englischen Sprache extrem mächtiger Referent – aber ein so grottenschlechtes Englisch habe ich schon lange nicht mehr erlebt – tut leid das zu sagen…)
1.000 km um 6€ – ein Praxisbericht
Hier habe ich noch einen Linktipp der besonderen Art: Ein Praxis-Bericht von Michael Langerhorst aus Oberösterreich zu seinem Elektro-Moped, mit dem er 1.000 km um 6€ Stromkosten gefahren ist. Er fährt einen IO-Scooter, eines jener Fahrzeuge die die kleine Firma iO Fahrzeuge-Produktions- u. Handels GmbH in Brunn am Gebirge in China erzeugen lässt und in Österreich unter dem Titel „The Silent Revolution“ vertreibt. Schmuckstück ist sicherlich der „Florenz 2008“ mit einer Reichweite von bis zu 120km (aber leider als Moped nur 45 km/h schnell). Jedenfalls hat Michael Langerhorst auch eine interessante Übersicht auf seiner Seite über die angefallenen Investitionskosten bzw. laufenden Kosten.
Risikofaktor Tabellenkalkulation?
Heute habe ich einen sehr interessanten Artikel auf pressetext.at entdeckt, in dem es um den Riskofaktor Tabellenkalkulation Excel&Co. geht. SAS Austria geht hier der Theorie nach, dass ein Tabellenkalkulationsprogramm nicht für Risko-Controlling und Reporting eingesetzt werden darf. Tabellenkalkulationsprogramme wären häufig damit überfordert, heterogene Daten nachvollziehbar und konsistent zusammenzuführen und würden zu Versagen bei der automatisierten Erstellung von Reports führen, meint Wilhelm F. Petersmann, Country Manager von SAS in Österreich und der Schweiz. Bedingt kann ich dem zustimmen, lesen Sie den ganzen Beitrag hier.
Claudia Bandion-Ortner
Hier nur weil ich gerade darüber gestolpert bin: Die persönliche Seite unserer „neuen“ Justizminsterin Claudia Bandion-Orntner, bestens bekannt aus dem BAWAG-Prozess. Eine Vorstellung mit Lebenslauf und den Mitarbeitern in ihrem Ressort.
Der schwarze Umweltriese
Ich habe hier und hier schon vom kleinen „Think“ Elektro-Flitzer aus Norwegen berichtet. Jetzt ist’s soweit – 100 Stück sollen das Land Vorarlberg heuer bereichern. Auf Vorarlberg Online gibt es einen neuen Beitrag zum „Schwarzen Umweltriesen“: Die Vorarlberg elektrisch mobil GmbH sorgt dafür, dass sich der Alternativ-Antriebs-Gedanke im Ländle etabliert und hat schon die ersten Kunden an der Angel. Es sind dies Blum und Doppelmayr-Aufzüge.
Energieautarker Bauernhof
Herbert Eberhart hat mich auf den Landwirt und KFZ-Meister Wolfgang Löser aufmerksam gemacht. Herr Löser betreibt (hab’s nicht nachgeprüft) den ersten energie-autarken Bauernhof Österreichs. Ob’s nun der erste und einzige ist wird nicht so wichtig sein, wichtiger ist da schon das WIE. Und wenn man sich durch die äußerst umfangreiche Webseite des Energiebauernhofes durchklickt, dann kann man u.a. erfahren, dass Wolfgang Löser einerseits seine Wärmeversorgung durch Solar und Hackgut, seine Stromversorgung durch Fotovoltaik und Windkraft selbst erzeugt und seinen Kraftstoff selbst aus Pflanzenöl herstellt. Ich finde das beachtlich, wenngleich man (wie Herr Löser auch selbst zugibt) die Investitionskosten außer Acht lassen muss. Aber das Gefühl von Energieautarkheit muss schon grandios sein. So gesehen wäre jedenfalls das Hoffest am Energiebauernhof heuer am 13. Juni (ganztägig) ein Geheimtipp. Hier kann man alles bei einem Tag der offenen Tür ansehen, es gibt auch einige Aussteller und Vorführungen aus dem Alternativ-Energie-Bereich und u.a. ein Eurosolar-Treffen. Details wie schon erwähnt auf Löser’s Webseite.
PS: Hinweisen möchte ich jedenfalls auch noch auf einen Beitrag, auf den Herr Löser unter dem Titel „Organisierte Verschwendung“ verlinkt, hier geht es um das Thema „Biosprit ist die ineffizienteste erneuerbare Energie – stattdessen gehört die Sonne in den Tank“. Spricht mir aus der Seele, der Beitrag ist empfehlenswert – hier der Deep-Link (ich hoffe Herr Löser steinigt mich nicht dafür). Aber das war’s jetzt.
Immo-Jobs
DER zentrale Umschlagplatz für Tätigkeiten in der Immobilienbranche in Österreich ist wohl www.immojobs.at. Ein Portal der Werbeagentur epmedia, auf dem Arbeitgeber ihre Stellenangebote (in der Standardvariante) kostenlos online stellen können. Das sorgt jedenfalls für ein ausgezeichnetes Angebot an Immobilien-Jobs – einfach mal reinschauen!
Microsoft RoundTable
Weil wir heute wieder mal über Videokonferenzen debattiert haben, hier der Link zu dem coolen neuen Teil von Microsoft mit dem sprechenden Namen „Microsoft RoundTable„. Es handelt sich dabei um eine 360-Grad-Kamera, die einerseits alle Teilnehmer an einer Besprechung per Video überträgt und andererseits durch eine eingebaute Spracherkennung immer auf die sprechende Person positioniert und zusätzlich diese in einem eigenen „Speaker“-Video filmt – also dem Konversationslauf folgt. Verwendet kann diese Kamera in Verbindung mit dem Office Communications Server 2007 oder Office Livemeeting 2007 werden. Der Preis von derzeit ca. 2.200€ ist noch verhältnismäßig hoch, die Kamera ist aber in Österreich angeblich schon erhältlich – Bestellung derzeit nur direkt bei Microsoft. Das USB-Device wird jedoch in Bälde auch bei Partnern und Händlern (und dann auch hoffentlich zu einem etwas besseren Preis) erhältlich sein – ich halte das Ding für ein geniales Teil, hier ein Video dazu auf YouTube.
Steuerbuch 2009
Hier alljährlich die Links zu den aktuellen steuerlichen Publikationen der Österreichischen Finanzverwaltung:
- Das Steuerbuch 2009 (Tipps zur Arbeitnehmerveranlagung bzw. Jahresausgleich 2008)
- das Selbständigen-Buch (Steuerleitfaden für neu gegründete Unternehmen) mit Stand September 2008 und
- das Dokument FinanzOnline (Ihre Steuererklärung per Internet)
sind allesamt zum kostenlosen Download verfügbar und für steuerlich Versierte eine Pflichtlektüre. Viel Spaß!
eRocket bicycle bike
Ein Wahnsinns-Gefährt (danke an Johann für den Tipp!): Ein elektrobetriebenes Fahrrad, das total unkonventionell mittels Fußpedalkraft die Elektroenergie reguliert. Der Elektromotor mit 14 PS sorgt für einen Raketenantrieb, der die meisten Autos an der Kreuzung verkümmern lässt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 80 km/h.
Das motorradähnliche Luxus-Fahrrad hat ein Österreicher entwickelt, der hofft, demnächst mit einer ersten Kleinserie zum Preis von (leider) 25.000€ starten zu können. Es handelt sich jedenfalls um ein Sportgerät, denn der Widerstand der Pedale lässt sich wie bei einem Hometrainer einstellen – die Drehzahl der Pedale steuert die Geschwindigkeit.
Kommentar eines Bikers im Video: „Ein wildgewordener Radfahrer!“ – aber dann haben sie ja alle applaudiert…
Steuerreformgesetz 2009
Am 10. Februar 2009 passierte die Regierungsvorlage für das Steuerreformgesetz 2009 (StFefG 2009) den Ministerrat und wurde der parlamentarischen Behandlung zugewiesen. Es handelt sich um Änderungen des Einkommensteuergesetzes 1988 in folgenden Teilen:
§1(4) – Unbeschränkte Steuerpflicht für Nicht-Inländer, Anhebung der Grenze für nicht österreichische Einkünfte von 10.000€ auf 11.000€
§2(2) – Einkommen wird nun auch vermindert um den neuen Freibetrag gem. §106a
§3 – Diverse Adaptionen hinsichtlich Verweise auf andere Gesetzesstellen
§3(13b) – Kinderbetreuung bis max. 500€ pro Kind und Kalenderjahr
§4(4)Z.5 – entfällt (Zuwendungen für Forschungsaufgaben usw.)
§4(4)Z.6 – entfällt (Zuwendungen an die Österr. Nationalbibliothek, Museen, usw.)
§4a Z.1 – neu: Betriebsausgaben sind auch Zuwendungen für Forschungsausgaben usw.
§4a Z.2 – neu: Betriebsausgaben sind auch Zuwendungen an die Österr. Nationalbibliothek, Museen, usw.
§4a Z.3 – neu: Betriebsausgaben sind auch Zuwendungen zu begünstigten Zwecken (Spenden)
§4a Z.4 – neu: Voraussetzungen für Spenden-Zuwendungen
§10(1) – Gewinnfreibetrag von 10% auf 13% erhöht (diverse Detailänderungen im Rest des §10 hinsichtlich der Wirtschaftsgüter)
§18(1)Z.5 – Freibetrag für Kirchenbeiträge von 100€ auf 200€ erhöht
§18(1)Z.8 – neu: Freibetrag für Spenden
§33(1) – Steuerfreies Einkommen statt bis 10.000€ nun bis 11.000€, Steuersatzverringerung im Bereich 11.000-25.000€, Anhebung des Steuersatzes im Bereich 25.000-60.000€, dafür jedoch Anhebung der Grenze für den Spitzensteuersatz von 50% von 51.000€ auf 60.000€
§33(3) – Kinderabsetzbetrag erhöht von 50,90€ auf 58,40€
§33(4) Z.3 – Statt bisher Kinderabsetzbetrag für Kinder im gemeinsamen Haushalt in Höhe von 50,90€ bzw. Kinderabsetzbetrag für Kinder mit keiner Haushaltszugehörigkeit von 38,20€ für das zweite bzw. 50,90€ für jedes weitere jetzt neu: Definition des Unterhaltsabsetzbetrages von 29,90€ für nicht dem Haushalt zugehörigen ersten Kind, für das zweite Kind 43,80€ und für jedes weitere Kind 58,40€.
§34(6) – Außergewöhnliche Belastung wurde erweitert um Aufwendungen für Kinderbetreuung i.S.d. Abs. 9
§34(9) – neu: Aufwendungen für Betreuung von Kindern bis 2.300€ pro Kalenderjahr
§42(1)Z.3 – Einkommensgrenze für Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung von 10.000€ auf 11.000€ angehoben (bzw. wenn lohnsteuerpflichtige Einkünfte enthalten sind von 10.900€ auf 12.000€)
§67(1) – Berechnung der Sonstigen Bezüge, Erhöhung der Freigrenze von 2.000€ auf 2.100€
§77(4) – Berechnung Lohnsteuer von Sonstigen Bezügen, Erhöhung Jahressechstel-Freigrenze von 2.000€ auf 2.100€
§102(3) – Beschränkt Steuerpflichtiger, Hinzurechnungbetrag statt 8.000€ nun 9.000€
§106a – neu: Kinderfreibetrag von 220€ bzw. 132€ jährlich
Hier der Link zur Veröffentlichung durch das BM für Finanzen.
Eine kleine Geschichte zur Wirtschaftskrise…
Ich habe heute in der Leserbriefe-Rubrik der Krone eine gute Geschichte mit dem Titel „Eine kleine Geschichte zur Wirtschaftskrise…“ von Michael Weingant aus Fohnsdorf gelesen, die ganz gut zur aktuellen Lage passt. In dieser Geschichte geht es um einen Mann, der in den Zeiten der Wirtschaftskrise der Dreißigerjahre ein gutgehendes Restaurant im Süden der Vereinigten Staaten besaß. Dies auch noch, nachdem die Depression kam. Erst gewisse andere Umstände bewirkten, dass sich auch für ihn alles änderte. Diese Geschichte (ob nun erfunden oder nicht) ist symptomatisch für den fatalen Kreislauf, in dem sich die Weltwirtschaft und wir uns zur Zeit befinden – lesen Sie hier den ganzen Leserbrief auf Krone Online.

